Auf der Theta - der Sonnenterrasse Bayreuths

Ramsenthal – Schaitz – Obergräfenthal – Theta – Hochtheta – Siegesthurm – Festspielhaus – Bayreuth

18 km | 4,5 Std.

Diese Wanderung führt durch das nördliche Hinterland der "Wagner-Stadt" und eröffnet eindrucksvolle Blicke auf das Fichtelgebirge mit Schneeberg und Ochsenkopf. Fernab vom Verkehr genießt der Wanderer die Natur: über freie Felder auf Panoramawegen und Waldpassagen mit sandigen, aber gut begehbaren Pfaden. Die genaue Wegbeschreibung und die ab 5,5 km nicht zu übersehende Markierung (Blauer Strich auf weißem Grund) des Markgrafenweges des Frankenwaldvereins führen sicher bis zum Siegesthurm und bis an den Stadtrand von Bayreuth.

Vom Bayreuther Hbf bringt uns der RegionalExpress (Gleis 3) in nur sieben Minuten nach Ramsenthal, hinter Bindlach der zweite Halt auf der Strecke Richtung Würzburg. Nur wenige Meter vor bis zum Bahnübergang starten wir unsere Wanderung rechter Hand in der Alten Bahnhofsstraße. Auf der Hauptstraße, vor dem Glenk-Bräu (Gasthof–Metzgerei Bock), geht es erneut nach rechts. Danach, hinter der Bushaltestelle, führt uns auf der linken Seite die Schulstraße Richtung Sportplatz ohne Wegezeichen aus dem Ort hinaus. Auf der Höhe des Kindergartens wechseln wir auf die rechte Gehsteigseite. Im Anschluss an das Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr nun rechts neben dem Sträßchen weiter, über einen kleinen Bach – die Trebgast – einen ca. 16 km langen südlichen Nebenfluss des Weißen Mains. Der folgende Abzweig nach rechts bringt uns im Heinersgrund zum Sportgelände des SV Ramsenthal, vor dessen Sportplatz wir nach links schwenken und rechter Hand am Fußballplatz hinter dem Tor entlanglaufen. Nach einem Rechtsschwenk am Spielfeld entlang dann weiter bis zur eingezäunten Kläranlage. Zwischen dem Weiher und der Kläranlage linker Hand folgen wir gute 100 m dem geraden Weg, dann 80 m nach links und gleich anschließend nach rechts weiter auf einem geschotterten Weg geradeaus durch den Wiesengrund. In einem Linksbogen treffen wir auf ein Teersträßchen, das uns geradewegs weiter durch die Ortschaft Schaitz führt (Zone 30) – eine aufgeschüttete Sanddüne am Horizont fällt ins Auge. Vor dem Ortsendeschild und dem Hinweis Pechgraben 2 km heißt es hier links abbiegen und danach weiter immer noch ohne Wegezeichen ansteigend aus dem Ort hinaus (3,5 t-Schild).

Am Waldrand treffen wir auf eine Wegegabelung und folgen nicht dem Privatweg an der Koppel entlang! Links, über ein kurzes, geschottertes Stück führt unser Weg in den Wald hinein (3 km). Nach einer eingezäunten Schonung auf der rechten Seite des Wegs geht es leicht abwärts an einer Waldwiese vorüber. Der Weg wird unebener (Dachziegelreste), erreicht freies Feld und bleibt kurz am Waldrand. Danach führt er ein kurzes Stück über einen Wiesenrain am Feld entlang hoch, dann wieder geschottert, auf eine Baumreihe zu. Hier weiter geradeaus abwärts an einer Tierarztpraxis vorbei nach Obergräfenthal hinein.

In das folgende Quersträßchen schwenken wir nach dem Vorfahrtachten-Schild rechts ein und verlassen nach einem Rechtsbogen unter einer Hochspannungsleitung den Ort (Pechgraben: 2 km). Hinter dem kleinen Klärhäuschen rechts der Straße heißt es, bereits wieder im Wald, links abbiegen.

Richtung Sandgrube Küfner (Wegweiser nur von der Gegenrichtung aus lesbar) führt der ansteigende Schotterweg an einigen Wohnhäusern vorbei nach einer ebenen Passage weiter aufwärts am Waldrand entlang. Über die linker Hand liegende Wiese erstreckt sich ein weitreichender Fernblick zunächst hin bis zum 1023 m hohen Ochsenkopf (langer Sendemast), weiter oben dann sogar auch bis zum höchsten Berg Nordbayerns, dem Schneeberg (1053 m) mit seinem kegelförmigen Turm.

Vor der ersten Sandgrube taucht von rechts kommend die erste Markierung auf: der mit dem von Kulmbach ausgehende Markgrafenweg, der uns bis an den Rand von Bayreuth begleiten wird (5,5 km).
Zunächst links halten und an der eingezäunten Grube entlang, bietet sich vor dem anschießenden Rechtsschwenk nochmals ein herrlicher Ausblick zu den höchsten Bergrücken im Fichtelgebirge. Zwischen zwei tiefen Einschnitten wandern wir rechts neben dem Fahrweg nur kurz auf einem Pfad weiter.
Ein rechts unterhalb sich ausbreitender Abbaukrater mit einem kleinen, grün leuchtenden See bleibt für den Wanderer unentdeckt. Anschließend folgt ein breiter Schotterweg, den wir im Linksbogen geradeaus auf einen Pfad verlassen. Zunächst im Mischwald, dann durch einen eigentlich mehr in der Nürnberger Gegend beheimateten „Steggerlaswald“ windet sich, langsam ansteigend, rechts neben den ursprünglichen Hohlweg das schöne Weglein auf buckeligen und sandigen Waldboden unterhalb der Sandsteinfelsen an manch alten Grenzsteinen vorbei.

Im Spätsommer säumen in diesem Waldidyll zahlreiche Heidekrautstauden den Wegesrand. Hier hat die Natur ihren Platz wieder eingenommen. Auf den wieder breiter werdenden, stets gut  ausgeschilderten Waldweg dringen bei schönem Wetter immer wieder die Sonnenstrahlen durch die Baumwipfel. Am Ende des Waldes nimmt uns ein breiter Schotterweg auf.

Nach links auf die offene Flur hinaus, erreichen wir an einer Koppel entlang durch einen großen landwirtschaftlichen Betrieb den Weiler Theta (9 km). Bei schlechtem Wetter kann man auch der Markierung nach rechts und dann dem Sträßchen weiter bis nach Hochtheta folgen!

An der Dorfstraße, nach einem kleinen Weiher, verlassen wir kurzzeitig den Markgrafenweg und setzen unsere Tour schräg nach links, vorbei an der Bushaltestelle fort. Gleich dahinter – jetzt wieder ohne Wegezeichen – rechts abbiegen und auf dem Feldweg im Rechtsbogen hoch und durch eine Baumgruppe hindurch (Hauptweg). Dahinter entlässt uns der gemach ansteigende Weg ins freie Feld und trifft auf eine dreiteilige Wegegabelung. Der mittlere, geradeaus vor uns liegende Wiesenweg hat die Bezeichnung „Panoramaweg“ durchaus verdient. Am Feld entlang eröffnen sich linker Hand wieder weite Aussichten über die Mittelgebirgslandschaft im Nordosten Bayerns.

Auf das halblinks vor uns liegende Waldstück zusteuernd ist dann eine eingezäunte, meist offene, Weide schnurgerade zu durchqueren. (Sollte der Weg dennoch versperrt sein – bitte vor der Umrandung links, dann rechts am Waldrand entlang und danach wieder rechts vor.) Nur noch ein kurzes Stück der Nase nach bis zu einem Sträßchen, in das wir rechts abbiegen und auf den Weiler Hochtheta zusteuern.

Wir verlassen diese etwas angenehm "andere Welt" geradeaus auf dem Hauptzugang und erfreuen uns noch am Wildblumengarten, den Schafen und Gänsen.

Wieder zurück auf dem Sträßchen geht es nach links, ein Stück in die Richtung, aus der wir gekommen sind. Nach dem Waldstück auf der rechten Seite erneut rechts über die Wiese abbiegend, taucht nach rund 100 m unser Markgrafenweg wieder auf. Wir folgen ihm – gewohnt gut markiert (Blauer Strich auf weißem Grund) – links am Waldrand entlang, bis ein Pfad nach rechts in den Wald die Richtung vorgibt. An einer kleinen Sandsteinschlucht entlang geht es auf sandigem Weg abwärts, bald über einen kleinen, eisernen Steg über den Cottenbach. Danach auf einem mit Wurzeln überzogenen
Weg kurz aufwärts, queren wir einen Schotterweg und wandern langgezogen und sanft ansteigend schnurgerade hoch zu unserem nächsten Etappenziel, dem Siegesthurm*. Nach einer sandigen  Abwärtspassage ist es nicht mehr weit zum 17 m hohen, steinernen Turm auf der Hohen Warte (463 m) nördlich von Bayreuth.
* die Schreibweise Siegesthurm mit „th“ ist (war) laut der Inschrift am Turm vor langer Zeit korrekt!

97 Stufen sind es hoch bis zur Plattform dieses Aussichtspunktes, von der aus jeder Wanderer die herrliche Aussicht über die oberfränkische Kreisstadt und deren Umgebung genießen kann. U.a. liegen das Festspielhaus, die Stadtkirche und südöstlich am Horizont der Vulkankegel des 23 km emporragenden, 682 m hohen Rauhen Kulms bei Kemnath vor uns.

Wieder festen Boden unter den Füßen, halten wir uns beim Abstieg nach links durch den Wald konsequent an den des Markgrafenweges und verzichten auf die zahlreichen Abkürzungspfade! Auf einem breiten Querweg geht es nach rechts (der Jakobsweg kommt hinzu) weiter bergab. Auf einem Teersträßchen gehen wir vorbei am Ristorante Bürgerreuth immer noch abwärts.

Auf den Fußweg links neben der Straße „Auf der Bürgerreuth“ ist es nach der Realschule Nord und den Bushaltestellen nicht mehr weit zum Bayreuther Festspielhaus, dem wir uns von der Rückseite her nähern. Egal ob links oder rechts herum – wir kommen zum Hauptportal des Festspielhauses auf dem Grünen Hügel.

Festspielhaus Bayreuth
Festspielhügel 1–2, 95445 Bayreuth, Tel. 0921-78780
Das Bayreuther Festspielhaus auf dem Grünen Hügel gehört zu den herausragenden Sehenswürdigkeiten der Stadt. Einzigartig in Architektur und Akustik, zählt es zu den größten Opernbühnen der Welt. 1872 ließ Richard Wagner das einmalige Gebäude am nördlichen Stadtrand Bayreuths erbauen, um sich an einem Ort ohne andere Ablenkung in voller Konzentration allein den Darbietungen seiner Werke
widmen zu können. Bereits 1876 fanden hier die ersten Festspiele mit der erstmals vollständigen Aufführung des Ring der Nibelungen statt. Besonderes Merkmal des Festspielhauses ist, neben seiner
einzigartigen Architektur, die unvergleichliche und weltbekannte Akustik. Sie beruht vor allem auf dem gänzlich mit Holz verkleideten Innenraum und darauf, dass es keine Logen an den Seiten des Zuschauerraums gibt. Außerdem sind die Sitze der Zuschauerreihen ungepolstert, so dass wenig Schall geschluckt wird und sich der Klang im ganzen Raum verteilen kann. Ausführliche Informationen über das Festspielhaus und seine Baugeschichte sowie einen virtuellen Rundgang mit zahlreichen Fotos finden Sie auf der Homepage der Bayreuther Festspiele unter www.bayreutherfestspiele.de.

Eintrittspreise:
Erwachsene: 5 €, Gruppen (ab 12 Personen): 4 €
Ermäßigung: 3 € (Schüler/Studenten/Schwerbehinderte)

Öffnungszeiten:
September und Oktober: 10, 11, 14 u. 15 Uhr
November geschlossen
Dezember bis April: 10, 14 Uhr
jeweils täglich außer montags / bei Proben keine Führungen

Nach den linken Treppenstufen schlendern wir durch den kleinen aber aparten Richard-Wagner-Park – mit einer Büste des großen Komponisten – weiter abwärts in Richtung Innenstadt.

Bei der Bushaltestelle Gartenstadt (Linie 305) queren wir auf dem Fußgängerübergang die Tristanstraße, passieren die auf der gegenüberliegenden Straßenseite einmündende Rudolf-Rüdel-Straße und treffen auf eine große Kreuzung (Meistersingerstraße/Hofer Straße).

Bayreuth hat viel zu bieten – Sie haben die Wahl: Der Weg in die Innenstadt führt halblinks über die Bürgerreuther Straße vorbei am Bahnhof, dann weiter in der Bahnhofstraße über den roten Main und den Hohenzollernring und geradeaus weiter (Luitpoldplatz) dann hoch zum Marktplatz mit zahlreichen Einkehrmöglichkeiten.

Informationen:

Weitere Informationen finden Sie unter: www.vgn.de

TagesTicket Plus - Ihr Plus für die Freizeit
    * den ganzen Tag oder das gesamte Wochenende mobil
    * für 1-6 Personen, davon max. 2 ab 18 Jahre
    * und Fiffi darf natürlich auch mit
Ihr TagesTicket Plus erhalten Sie ganz einfach: entweder am Fahrkartenautomaten, beim Busfahrer oder im Vorverkauf bei den Verkaufsstellen im Verbundgebiet. http://www.tagesticketplus.de

Bayern-Ticket
Ob Fahrten für bis zu 5 Personen oder alleine, mit dem Bayern-Ticket und dem Bayern-Ticket Single sind Sie nicht nur im VGN, sondern in allen bayerischen Nahverkehrszügen und Verkehrsverbünden sowie in zahlreichen Bussen einen Tag lang günstig mobil. www.bahn.de

Schönes-Wochenende-Ticket  
Das Schönes-Wochenende-Ticket gibt es für Samstag oder Sonntag, es gilt für bis zu 5 Personen und das nicht nur im VGN, sondern in allen Nahverkehrszügen in Deutschland und in vielen Verbünden. www.bahn.de

Teilen: