Über die Neubürg – dem NaturKunstRaum im Westen Bayreuths

Glashütten – Neubürg – Wohnsgehaig – Obersees

11 km | 3 Std.


Eine Panorama-Wanderung, die bei klarer Sicht, egal zu welcher Jahreszeit, zum Schmankerl wird. Bereits auf dem Weg dorthin, natürlich aber auch direkt auf der „Neubürg“, dem 587 m hohen Tafelberg westlich von Bayreuth schlechthin, kann man eine Rundumsicht genießen, die ihresgleichen sucht. Weithin reicht die Fernsicht bis zum 35 km entfernten Ochsenkopf, zum Schneeberg, mit
1051 m die höchste Erhebung in Nordbayern – oder hinein in die Fränkische Schweiz. Darüber hinaus eröffnen sich an der oft an Waldrändern entlang verlaufenden Wegstrecke weitreichende Landschaftsbilder ins geschichtsträchtige Bayreuther Hinterland. Da nur am Anfang und am Ende der Tour Einkehrmöglichkeiten bestehen, ist Proviant aus dem Rucksack zu empfehlen.

An der Bushaltestelle Glashütten Nord beginnt unser Ausflug über die Neubürg, im Landkreis Bayreuth. Geradewegs in der Bayreuther Straße geht es in den Ort hinein und weiter dem gelben Straßenschild Behringersmühle 21 km nach. Nach einer weiteren Bushaltestelle zweigen wir rechter Hand in die Schulstraße ab. Ihr folgen wir in der 30er-Zone am Schulhaus (Wandertafel) und der Gaststätte der Mehrzweckhalle (Tel. 09279 620, Ruhetag: Montag) vorbei aufwärts und treffen bei der abknickenden Vorfahrt auf unser erstes Wegezeichen, die 1 im roten Kreis.

Geradewegs aus Glashütten hinaus, taucht der jetzt geschotterte Weg in den Wald ein. Bei der anschließenden Wegegabelung rechts wandern wir nach dem Waldstück im Linksbogen weiter den Berg hinauf. Hier kann man die ersten Ausblicke zurück nach Mistelgau und in den Talgrund von einer Ruhebank neben einem Brunnen aus genießen. Bei der nächsten Gabelung gibt uns der Neubürgweg nach links die Richtung vor. Der Hohlweg steigt an Felsen und zwei alten Kelleranlagen entlang nun stärker an, wird dann ebener und mündet in einem Hochplateau. Am Scheitelpunkt heißt es rechts abbiegen, die bleibt unsere Markierung, wird aber durch das Symbol des „Via Imperialis“-Weges ergänzt.

Via Imperialis
Wandern auf einer mittelalterlichen Handelsstraße, der ehemaligen West-Ost-Verbindung (Geleitstraße) für von Hollfeld kommende Kaufleute, Handwerker, Pilger und Kriegsheere, die über Creußen bis nach Eger führte. Der markierte, 13,5 km lange Abschnitt erstreckt sich von Plankenfels bis nach Muthmannsreuth.

Nach einer Baum- und Heckenreihe steigt der Weg mäßig an und führt über freies Feld auf den Waldrand zu – auch hier bieten sich Aussichten nach allen Richtungen! Ein kleiner Hohlweg bringt uns im Linksbogen nun abwärts. Bald eröffnet sich rechts bei einer Rastbank der erste Blick hinauf zur Neubürg. Wieder zum Hauptweg zurück, halten wir uns weiter abwärts, Sandsteinfelsen begleiten uns auf beiden Seiten des Weges. Kurz über freies Feld bleibt der Panoramaweg mit Fernsichten bis hin zu den Gipfeln von Ochsenkopf und Schneeberg hoch zur Neubürg am Waldrand, führt weiter abwärts und mündet in einer größeren Straßenkreuzung. Hier wechseln wir das Wegezeichen und orientieren uns bis Obersees an der Markierung des Fränkischen Gebirgsweges, der von links zu uns stößt. Links Richtung Wohnsgehaig ist unsere Richtung auf dem schmalen Sträßchen hoch bis zur Straße. Links wandern wir weiter nur kurz neben der Straße, dann nimmt uns links ein Wiesenpfad auf, der uns zwischen zwei eingezäunten Grundstücken und einer Holzhütte weiter nach oben bringt. Letztlich führt ein Schotterweg links hinauf zum Plateau der Neubürg, einem Landschaftsschutzgebiet auf dem Gebiet der Gemeinde Mistelgau gelegen!

Die Neubürg
Die Lage des 587 m hohen Berges als Zeugenberg am Rand des Fränkischen Juras ermöglicht einen einzigartigen Rundblick über das gesamte Umland: vom Fichtelgebirge und Bayreuth über die Fränkische Schweiz bis in die Gegend von Bamberg. Bis 1806 war das Bergplateau noch mit Eichen bewaldet, die die Anwohner aber aus Geldnot abholzten. Um die Neubürg ranken sich Sagen von Zwergen und einem Goldschatz im Inneren des Berges. Eine erste Besiedlung gab es vermutlich schon in der Altsteinzeit (vor 14.000 Jahren). Funde belegen auch eine keltische Besiedlung im 7. und 6. Jahrhundert v. Chr. Bis 1415 war auf der Neubürg (damals Leinbürg) eine Burg, vermutlich zur Sicherung einer alten Geleitstraße. Die Burg war wohl nur ein hölzernes Gebäude. Heute sind davon keine Spuren mehr zu sehen. Seit dem Jahr 2003 werden dem Besucher unter dem Titel NaturKunstRaum Neubürg darüber hinaus zehn Skulpturen internationaler Künstler gezeigt, die an den Abhängen rings um den Berg verteilt sind – lassen Sie sich überraschen!

Bei der Station „Kumulus – Bindeglied zwischen Himmel und Erde“ genießen wir die östliche Aussicht Richtung Fichtelgebirge, folgen dem Rundweg aber dann nach links und umrunden den Tafelberg im Uhrzeigersinn. Bei guter Aussicht kann man sich – egal zu welcher Jahreszeit – nicht sattsehen. Um so schwerer fällt es einem, nach den Felspartien (mit Gipfelkreuz) am Nordhang allmählich aufzubrechen. Dem Rundweg folgend, führt ein schmaler Pfad abwärts an der Station „Windlöffel“ vorbei zu den „Kaltschnäblern“, wo wir wieder auf den Fränkischen Gebirgsweg treffen. (Gute 200 m nach oben wären noch zwei Stationen des Kunstweges, „Öffnung der Kraft“ und die „Bronzestele“, zu besichtigen.) Links hinunter zum Parkplatz wandern wir weiter und können uns dort an zahlreichen Tafeln noch einmal abschließend informieren. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite vertrauen wir weiter dem Gebirgsweg , der uns zusammen mit der Markierung Gelber Kreis auf weißem Grund auf grasigem Untergrund relativ steil den Anhang hinunterbringt. Nach links steuern wir dann über eine Wiese auf das Waldeck (Hochsitz) zu. Nur kurz weiter bergab am Waldrand entlang, danach treffen wir auf einen breiten Querweg und schwenken hier nach rechts Richtung Therme Obernsees. Quer zum Hang beschreibt der breite Forstweg im Nadelwald einen großen Linksbogen und mündet in einem Wiesenstück, rechts davor ein kleiner Pavillon und ein eingefasster Teich. Nach einem erneuten Linksbogen, mit Blick hoch zur Neubürg, passieren wir einige Scheunen und Lagerplätze und gehen
in einem Hohlweg zunächst abwärts, dann eben und wieder leicht ansteigend aus dem Wald hinaus.

Gleich nach einer dreitürigen Scheune heißt es im Rechtsbogen aufpassen und links hoch abbiegen. Nach einer Rinne treffen wir wieder auf die freie Flur – rechts unterhalb der Weiler Harloth. An einem frei stehenden Holzpfeiler zeigen die vertrauten Hinweisschilder geradeaus. Bald kann man, wer kurz rasten will, auch von einer etwas erhöht stehenden Bank letztmals nach oben blicken.

Gleich anschließend führt der Weg nach rechts vom Waldrand weg durch eine „Birkenallee“ und an einer niedrigen Baumreihe entlang angenehm weiter abwärts. Ein breiter, zunächst geschotterter Querweg nimmt uns auf – ihm folgen wir linker Hand lang gezogen den Waldrand entlang und erfreuen uns auch hier an den Ausblicken auf die gegenüber- und zurückliegenden Bergrücken. Es folgt ein
Stück zwischen den Feldern bis zum gegenüberliegenden Waldrand, hier dann rechts abbiegen und gleich danach wieder in den Wald hinein und im Linksbogen stetig abwärts. Bei dem nächsten Querweg mit einem niedrigen Eisenkreuz halten wir uns rechts Richtung Obernsees. An der nächsten Gablung entscheiden wir uns für den „linken Ast“ und erkennen zunächst nur die Markierung Roter Strich auf weißem Grund als Anhaltspunkt, gleich danach rechter Hand aber wieder das bekannte rot-weiße Schild des Gebirgsweges . Im Nadelwald stets bergab, bleiben wir ohne abzuzweigen auf dem beidseitig bemoosten Hauptweg, der schließlich aus dem Wald hinausführt. Rechts vor uns die St. Ruppertkapelle, unten im Tal die erste Häuser von Obernsees. Nach der Truppachbrücke nutzen wir einen kleinen Wiesenpfad links hoch zur Staatsstraße und laufen ein Stück daneben bis zur Bushaltestelle.

Informationen:

Weitere Informationen finden Sie unter: www.vgn.de

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