Zu Rittern und zu alten Grenzen - Kinderwanderung Leienfels

Bärnfels – Burgruine Leienfels – Obertrubach

8 km | ca. 4 Std


Für Kinder ab 6 Jahren (Teilstrecke auch ab 4 Jahren)
Länge: Bärnfels – Leinfels: 4 km (ca. 1,5 – 2 Std.)
Leinfels – Obertrubach: 4 km (ca. 1,5 – 2 Std.)
Kinderwagen geeignet: Nein

Allein die Anreise nach Bärnfels mit dem VGN ist schon ziemlich abwechslungsreich. Vom Hauptbahnhof Nürnberg fahrt ihr mit der U-Bahn U2 zum Nordostbahnhof, Pfiffige fahren bis zum Rathenauplatz mit der vollautomatischen U-Bahn U3 bei der man vorne durchs Fenster die Fahrt mit beobachten kann und von hier aus weiter mit der U2 weiter bis zum Nordost-Bahnhof. Hier steigt ihr um und die Gräfenbergbahn R21 und fahrt bis Gräfenberg. Dort wartet der Trubachtal-Express (VGN-Linie 229) auf Euch. Der Bus fährt durch das Trubachtal bis nach Gößweinstein. Bereits in Bärnfels heißt es aber für Euch „Alles Aussteigen“!

Von der Bushaltestelle „Bärenfels Schule“ geht ihr wieder zurück zur Kreuzung. Ihr überquert diese und lauft rechts in die Dorfstraße hinein. Dieser folgt ihr ein Stück, an der Kirche vorbei bis zum Feuerwehrhaus. Nach dem Feuerwehrhaus findet ihr viele Wegweisschilder. Bis zur Burgruine Leienfels folgt ihr immer dem Wandersymbol Roter Punkt auf weißem Grund. Ihr findet dieses Symbol
an Bäumen, Gartenzäunen, auf Wegweisern und manchmal auch an Häusern – also immer Augen auf.

Nach der Burgruine von Bärnfels schwenkt ihr in einen kleinen Trampelpfad in Richtung Wald ein. Im Wald könnt ihr einen großen Fels entdecken, der aussieht wie eine große Sanduhr. Wer Lust hat kann sogar ein kleines Stück vorsichtig hochkraxeln. Anschließend wandert ihr links den Berg hinauf durch den Wald. Rechts und links seht ihr immer wieder schöne Felsen. Wenn ihr aus dem Wald heraus kommt sind rechts ein paar alte Bänke, ideal für eine kleine Pause.

GESCHICHTE (N)
Die Elfen kommen immer dann heraus, wenn die Menschen sie nicht sehen können. Vor allem in der Nacht schwirren sie durch die Wälder. Tagsüber wenn sie sich schlafen legen ziehen sie immer ihre  Schuhe aus. Früher wurden diese dann von den Tieren im Wald und auf den Wiesen gefunden und versteckt. Das ärgerte die Elfen sehr. Eines Tages hat die Taubnessel den Elfen angeboten, ihre Schuhe  tagsüber bei ihr verstecken zu können, damit die Tiere diese nicht mehr finden können. Auch heute noch sind die Schuhe dort zu finden. Sucht sie doch selbst einmal.

Weiter der Markierung Roter Punkt auf weißem Grund folgend spaziert ihr nun über die Wiese, dann durch das nächste Waldstück links den Berg hinab ins Pitztal. Im Pitztal geht ihr zunächst nach  links und nach ungefähr 500 Schritten nach rechts den Weg, dieses mal aber immer bergauf – kein Problem – oder? Rechts und links vom Weg sind im Wald immer wieder Bänke zum Verschnaufen oder Brotzeit machen. Nachdem ihr ein längeres Stück diesen Weg gegangen seid, seht ihr an einer Kreuzung eine kleine Schutzhütte. Vor dieser Hütte führt Euch der Weg nach links aus dem Wald hinaus am Waldrand entlang. Im nächsten Wald kommt ihr wieder an eine große Kreuzung von Wald- und Forstwegen. Hier zeigt Euch ein Wegweiser an der Bank den Weg nach Leienfels. Nur noch ein paar Schritte und Geduld, der kleine Ort ist bald erreicht. Vielleicht haben Eure Eltern ja sogar schon Plätze im Gasthof „Zur Burgruine“ reserviert – ihr könnt dort gut Essen und Trinken!

Weiter geht´s zur Burgruine, die auf der anderen Seite des Ortes liegt. Ihr müsst die Straße einfach geradeaus weiter hoch gehen. Der Blick von der Burgmauer ist herrlich. Von hier aus konnten die Burggrafen und Ritter die Feinde schon von weitem sehen.

GESCHICHTE (N)
Wahrscheinlich hieß die Burg früher einmal „Löwenfels“. Im Laufe der Jahre hat sich der Name geändert, so dass sie heute Leienfels genannt wird. Erbaut wurde die Burg wahrscheinlich schon im 10. Jahrhundert, also vor über 1.000 Jahren. Nachdem die Burg aber zwei Mal zerstört und wieder aufgebaut wurde, hat man sie nach der dritten Zerstörung nicht mehr aufgebaut und lies sie verfallen. Erst jetzt hat man die Reste der Burg wieder soweit befestigt und aufgebaut, dass sie nicht weiter zerfällt, sondern als Ruine von Euch besucht werden kann.


Wenn ihr jetzt doch schon ziemlich Müde und schlapp seid, dann könnt Ihr von Leienfels aus mit der Markierung Grüner Strich auf weißem Grund auf der Straße nach Weidenhüll laufen.

In Weidenhüll fährt die VGN-Freizeitlinie, der Bier-Brotzeit und Burgen-Express 313 nach Neuhaus a. d. Pegnitz. Von hier aus fahrt Ihr mit dem Pendolino nach Nürnberg zurück. Erkundigt Euch aber vorher, wann die Busse nach Hause fahren.

Bestimmt habt Ihr aber noch Lust und seid noch kräftig. Dann geht’s für Euch jetzt entlang der Fraischgrenze nach Obertrubach wieder den Berg hinunter.

GESCHICHTE(N)
Die Fraischgrenze stammt aus dem Jahr 1607 und markiert mit Grenzsteinen die Gebiete des Hochstiftes Bamberg und der freien Reichsstadt Nürnberg. Lange haben beide Herrscher darüber gestritten, wo genau die Grenze verläuft, bis sie sich dann geeinigt haben und mit den Grenz-steinen markiert haben, welches Land zu welchem Gebiet gehört. Die Wappen der beiden Gebiete könnt Ihr auf den Steinen erkennen. So findet Ihr auch heraus, auf welcher Seite früher der Bamberger Fürstbischof herrschte und wo die Nürnberger Patrizier. Der Begriff „Fraisch“ ist ein sehr altes Wort und hängt zusammen mit der Blutgerichtsbarkeit, also dem Recht über Leben und Tod zu richten.


Ihr lauft vom Gasthaus aus wieder vorbei an der Modelleisenbahn zum Wald wo ihr hergekommen seid. Bei der Kreuzung im Wald geht es nun aber geradeaus den Berg hinunter, der Markierung Gelbes Kreuz auf weißem Grund folgend. Nach ein paar Kurven kommt ihr an eine kleine Kreuzung. Augen auf: ab hier folgt ihr der Markierung (liegendes Schwert) nach rechts. Schon bald erscheint vor Euch der erste Grenzstein, der die Grenze zwischen den beiden Gebieten markiert hat.

Der Weg windet sich wie eine Schlange, manchmal ein Stück bergauf, manchmal bergab entlang der früheren Grenze. Ihr müsst gut auf die Schilder aufpassen, damit ihr keine Abzweigung verpasst. Diesem Weg folgt Ihr jetzt bis nach Obertrubach, immer dem liegenden Schwert nach. Ihr könnt auch der Markierung (Frankenweg) folgen. Diese führt auf der selben Strecke bis Obertrubach.

Wenn ihr die ersten Häuser Obertrubachs erreicht habt, lauft ihr immer den Berg runter ins Dorf. An der Kirche biegt ihr rechts in die Straße ein. Nach ein paar Schritten seht ihr schon die Haltestelle des Trubachtal-Express 229.

Informationen:

Weitere Informationen finden Sie unter: www.vgn.de

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