Museumsbrücke in Nürnberg

Die Museumsbrücke in Nürnberg

Die Museumsbrücke ist die zentrale Verbindung der beiden Nürnberger Stadtseiten (Lorenz und St. Sebald). Sie wurde erstmals im Jahre 1484 erichtet und war damals eine Holzbrücke auf zwei steinernen Bögen. Baumeister war Hans Müllner aus Regensburg. Im Jahre 1603 wurde sie durch ein hölzernes Provisorium ersetzt, da sie durch ein Hochwasser der Pegnitz zerstört worden war. Im Jahre 1700 entstand dann schließlich eine Steinbrücke mit "kanzelartigen Auskragungen". Die vielen Inschriftstafeln an der Brücke waren zu Ehren von Kaiser Leopold I. (1658 bis 1705) und König Joseph I. (1690 bis 1711), zudem war das Wappen des Heiligen Römischen Reiches angebracht, das Wappen des Königreichs Ungarn und Böhmen, der Nürnberger Wappendreipass (auch Wappendreiheit genannt, bezeichnet die Kombination der beiden Nürnberger Stadtwappen mit dem Reichswappen) und die Wappen der ranghöchsten Ratsherren.

Ihren Namen erhielt die Museumsbrücke, die ursprünglich "Barfüßerbrücke", später auch "Josephsbrücke" und "Köngisbrücke" oder "Obere Brücke" und "Plobenhofbrücke" genannt wurde, durch die "Gesellschaft Museum" (eine "Geselligkeits- und Lesegesellschaft", die 1810 durch die Abspaltung von der "Gesellschaft Harmonie" entstanden ist. Heute befindet sich das Gesellschaftshaus der Gemeinschaft in der Camperstraße 10), deren Versammlungshaus um 1809 im Franziskanerkloster errichtet wurde. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde die Museumsbrücke im Jahre 1956 erheblich verbreitert wieder aufgebaut, wobei die triumphbogenartigen Aufbauten übernommen werden konnten.

Teilen: