Der Burgschmietbrunnen in Nürnberg

Der Burgschmietbrunnen ist, wie auch der Dürer-Pirckheim-Brunnen, ein Denkmalbrunnen. Er wurde zu Ehren von Jakob Daniel Burgschmied erbaut und finanziert durch Anwohner der Burgschmietstraße mit Unterstützung der Stadt Nürnberg. Er steht in St. Johannis, Ecke Neutorgraben/Burgschmietstraße.

Jakob Daniel Burgschmiet war Erzgießer und Bildhauer und lebte von 1796 bis 1858. Er verlor früh seine Eltern und wurde bereits mit 11 Jahren zum Spielwarendrechsler ausgebildet und ließ sich als Miniaturmaler und Mechanikus in Nürnberg nieder. Die Bildhauerei brachte er sich selbst bei. 1828 beendete er seine Ausbildung zum Bronzegießer in Paris und erlangte bald überregionale Bedeutung. 1850 errichtete er eine Gießhütte in St. Johannis, die er zusammen mit seinem Schwiegersohn Christoph Lenz betrieb. Diese entwickelte sich zu einer der leistungsfähigsten Kunstgießereien Europas und besteht bis heute. Einige der Werke Burgschmiets: das Melanchthondenkmal (1825/26) am Egidienplatz, das Albrecht-Dürer-Denkmal (1837-49) in der Sebalder Altstadt auf dem Albrecht-Dürer-Platz, die Büste Friedrich Scharrers (1844/45) (Deutsches Hirtenmuseum Hersbruck), das Beethovendenkmal in Bonn (1843-45) und die Statue Kaiser Karls IV in Prag (1848-52).

Die Bronzefigur Burgschmiets auf dem Burgschmietbrunnen wurde von Fritz Zadow (Bildhauer, Medailleur, 1862 bis 1926) und von Ernst Lenz entworfen. Die von Pfeilern getragene Brunnenschale steht auf einem runden, ebenerdigen Wasserbecken. Die Bronzefigur steht auf einem Postament aus Granit. Vier Delphine an den Pfeilerkanten der Brunnenschale sprühen Wasser. Burgschmiet ist in der Arbeitskleidung des Gießers dargestellt, mit einer kleinen Bronzestatue in der einen Hand und einem Ziselierhammer in der anderen Hand.

Quellen:
Stadtlexikon Nürnberg, herausgegeben von Michael Diefenbacher und Rudolf Endres, W. Tümmels Verlag, Nürnberg, 2000.

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