Der Pomonabrunnen in Nürnberg

Der Pomonabrunnen befindet sich seit 1970 im Eingangsbereich der EWAG-Werke, Sandreuthstraße 14. Die eingeprägten Jahreszahlen 1914/15 zeigen das Datum der Vollendung des städtischen Wasserwerks. Der Brunenen wurde von Philipp Kittler (Hafner, Bildhauer, Medaillleur, 1861 bis 1944) geschaffen, (s.a. Minnesängerbrunnen). Die Brunnenanlage befand sich ursprünglich im Zugangsbereich zum Wasserstollen am Schmausenbuck und wurde bei der Neuanlage des Tiergartens entfernt. 

Auf dem Brunnen ist die Göttin der Feldfrüchte Pomona dargestellt. Sie hält ein Ährenbündel und einen Wasserkrug in ihren Händen. Das Wasserbecken wird von zwei Sockeln mit Puttifiguren auf Delfinen begrenzt. Die eine Puttofigur hält eine Schlange, die andere Weintrauben in den Händen. Dies sind Symbole des Lebens und der Fruchtbarkeit.

Das Wort "Putto" stammt aus dem Italienischen und bedeutet "Kind" oder "Knabe". In der Kunst werden Putten als kleine Knaben mit oder ohne Flügel, meist nackt oder leicht bekleidet dargestellt. Sie erscheinen zum ersten Mal in der Frührenaissance, wohl angeregt durch antike Eroten. Auch in der Gotik werden Kinderengel oft dargestellt.

Quellen:
Stadtlexikon Nürnberg, herausgegeben von Michael Diefenbacher und Rudolf Endres, W. Tümmels Verlag, Nürnberg, 2000.
dtv Brockhaus Lexikon in 20 Bänden, Verlag F. A. Brockhaus, Mannheim, 1989.

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