Die Gustav-Adolf-Gedächtniskirche in Nürnberg

Die Gustav-Adolf-Gedächtniskirche steht in Lichtenhof in der Katzwanger Straße 2.

Sie war nach ihrer Fertigstellung im Jahre 1930 mit 2500 Sitzplätzen die größte evangelische Kirche Bayerns. Sie wurde nach ihrer völligen Zerstörung im Jahre 1944 im Jahre 1949 wieder aufgebaut. Ihr Äußeres erinnert an eine romanische Basilika. Der Bau erfolgte nach Entwürfen von German Bestelmeyer, der auch die Friedenskirche erbaute. Am Ostchor stehen zwei monumentale Türme, die schon von Weitem auf die Kirche aufmerksam machen. Am Südostturm befindet sich das Reiterstandbild des Namensgebers, König Gustav-Adolf II von Schweden (1611 bis 1632). Gustav-Adolf griff im Jahre 1630 in den Dreisigjährigen Krieg ein, da die Katholiken eine Vormachtsstellung auf dem Festland erlangt hatten und er darin eine Bedrohung für das protestantische Schweden sah. Er schlug zwei siegreiche Schlachten (1631 bei Breitenfeld und 1632 am Lech) und drang bis nach München vor, also bis an die Grenze "habsburgischer Erblande". Im protestantischen Nürnberg wurde er bei seiner Ankunft wie ein Befreier gefeiert. Er fiel im Jahre 1632 in der Schlacht bei Lützen.

Die Kirche wurde nach dem Zweiten Weltkrieg ab 1951 bis zur Fertigstellung der Meistersingerhalle als "Oratorienkirche" genutzt. Wegen rückläufiger Mitgliederzahlen in der Gemeinde wurde in den Jahren 1988 bis 1990 ein modernes viergeschossiges Gemeindehaus integriert. Die Pläne dafür stammten von den Münchner Architekten Udo Gräfe und Theo Steinhauser.

Kontakt:
Evang.-Luth. Kirchengemeinde Nürnberg-Lichtenhof
Gustav-Adolf-Gedächtniskirche
Allersberger Strasse 116
90461 Nürnberg
Telefon: 0911 44 60 06
Telefax: 0911 44 44 36

Quellen:

Stadtlexikon Nürnberg, herausgegeben von Michael Diefenbacher und Rudolf Endres, W. Tümmels Verlag, Nürnberg, 2000.
Geschichtsführer, Weltgeschichte in Bildern, Daten, Fakten, Christian Zentner, Delphin Verlag GmbH, München, 1980.

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