St. Matthäus Kirche in Nürnberg

Ende des 19. Jh. wurde das Gebiet Gärten h. d. V. (hinter der Veste) vor dem Maxtor immer dichter besiedelt, so dass eine eigene Kirche benötigt wurde. Zunächst wurde eine Filialkirche von St. Johannis erbaut und am 9.11.1890 eingeweiht. Der Kirchendienst wurde vom Pfarrer von St. Johannis verrichtet. Im Jahre 1908 wurde eine zweite Pfarrstelle in St. Johannis eingerichtet, so dass ein Pfarrer ausschließlich für die Kirche St. Matthäus zuständig war. Ab 1916 wurde St. Matthäus zur Pfarrei erhoben. Die Kirche wurde im Januar 1945 völlig zerstört und bis 1960 nach Plänen des Architekten Wilhelm Schlegtendahl*1 neu aufgebaut.

Fußnoten:
*1 Schlegtendal, Wilhelm, Dipl.-Ing., Architekt (geb. 1906 in Dykhausen in Ostfriesland, gest. 1994 in Nürnberg):
Schlegtendal gilt als einer der bedeutensten Nachkriegsarchitekten in Nürnberg. Er war ab 1946 freischaffender Architekt und prägte Nürnbergs Stadtbild durch seine Bauten. Von 1946 bis 57 leitete er den Wiederaufbau von St. Sebald, übernahm ab 1947 zusammen mit Heinz Schmeißner den Wiederaufbau der Altstadt und errichtete das Plärrer-Hochhaus (1953), verschiedene Bank-, Versicherungs- und Verwaltungsgebäude, das Landeskirchliche Archiv (1955) sowie die Passionskirche in Langwasser (1967/68). Er war Mitglied des Baukunstbeirats in Nürnberg und Erlangen, Vorsitzender des Bunds Deutscher Architekten und erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Unter Anderem den Preis der Stadt Nürnberg, den Bundesverdienstorden, den Sebaldusorden und die Bürgermedaille der Stadt Nürnberg.

Kontakt:
Pfarramt St-Matthäus
Rollnerstraße 104
90408 Nürnberg
Tel.: 0911-355061
Fax: 0911-3658393

Öffnungszeiten  
vormittags: Di, Do, Fr  9:00 - 12:00
nachmittags: Mo + Mi  14:00 - 17:00

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