Die Dürrenmühle in Nürnberg

Die Dürrenmühle wurde zusammen mit der Nägeleinsmühle im frühen 15. Jh. errichtet um die Versorgung der Bevölkerung mit Getreide zu gewährleisten. Zwei große Mahlmühlen, die internen Link im aktuellen FensterPfannenmühle und die internen Link im aktuellen FensterSchwabenmühle gab es zu der Zeit bereits in Nürnberg. Im Jahre 1431 hatte sich der Rat nach Streitigkeiten mit der Deutschordenskommende, die das Fischwasser an der für die Dürrenmühle vorgesehenen Stelle besaß, auf den Bau geeinigt, indem man der Kommende Mahlvorrechte einräumte und auf die Fischnutzungsrechte verzichtete. Die neue Dürrenmühle, der Name leitet sich vom Besitzer Lorenz Dürr ab, besaß zwölf Mühlräder: 8 Mahlräder, eine Tuchwalke, eine Schleife, ein Steinschneide- und ein Sägerad. Im 15. Jh. wurde sie noch als "Herrensäge" bezeichnet, da sie zu dem Zeitpunkt an den reichstädtischen Baumeister verpachtet war. Erst im 16. Jh. wurde sie von Lorenz Dürr übernommen und nach ihm benannt und zu der Zeit wurde sie auch um ein Tuchwalkrad erweitert. Ab dem 19. Jh. zogen viele Handwerksbetriebe, wie auch in anderen Mühlen in Nürnberg, in die Gebäude ein, so u.a. die Pappdeckel- und Holzornamentfabriken mit dem Bleistiftfabrikanten Johann Faber. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie zerstört und 1951 wurden im Zuge der Pegnitzregulierung alle Reste entfernt.

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