Die Erlenstegener Mühlen in Nürnberg

Die Erlenstegener Mahlmühle ist erst seit dem ausgehenden 18.Jh. urkundlich und bildlich belegt. Sie lag auf dem Gebiet des heutigen Naturgartenbades am Mühlbach, der vom Tiefgraben südlich des Ortsweihers abzweigte. Im frühen 19.Jh. wurde hier Getreide gemahlen, Öl gewonnen und Tabak gemahlen. 1828 war sie von Zacharias Plattner erworben worden. Ab ca. 1855 wurde sie als Bronzemühle genutzt, bis 1921 der Mühlenbetrieb mit der Errichtung des Naturgartenbades völlig eingestellt wurde. Neben der Erlenstegener Mahlmühle gab es noch den Erlenstegener Goldhammer im heutigen Stadtteil St.Jobst, der ebenfalls erst recht spät urkundlich belegt ist (seit 1866). Die Besitzer wechselten mehrfach und ab 1880 hatte Christian Reich ein Hammer- und Bronzestampfwerk mit 16 Metallhämmern und sechs Bronzestampfen eingerichtet. Im Zuge der Modernisierung der bayerischen Mühlen kam später zur Unterstützung der Wasserkraft eine Dampfmaschine und eine Turbine dazu und 6 weitere Bronzestampfen. 1912 wurde die Bronzeproduktion eingestellt und bis zur Verlegung des Mühlbachs in die Mitte des Pegnitzgrundes Mitte der 1960er Jahre zur Stromerzeugung genutzt.

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