Die Katharinenmühle in Nürnberg

Die Katharinenmühle lag südlich der Pegnitz auf der Lorenzer Seite, westlich vom Katharinensteg. Gegenüber gab es eine kleine Schleifmühle auf der Insel Schütt, die im Besitz der Familie Coburger/Coberger (von der Mitte des 15. bis zum 17. Jh.) war, allerdings 1784 bei einem Hochwasser zerstört und nicht wieder aufgebaut wurde.

Die Katharinenmühle wurde zusammen mit der Katharinenkirche für das Katharinenkloster von Crafft Lang gestiftet und an die Burggrafen übergeben, die die Mühle im Jahre 1318 dem Kloser schenkten.

Gegen Ende des 16. Jh. wurde die Mühle dem Heilig-Geist-Spital übergeben, weshalb sie auch "Spitalmühle" genannt wurde.

Die Katharinenmühle verfügte über vier Getreidemahlräder, ein Schleifrad und ein Rad für die Rotschmieddrechsler, letzteres wurde im frühen 19. Jh. auch den Glasschleifern zur Verfügung gestellt.

Im Jahre 1846 wurde das Gebäude durch eine Sandsteinfabrik im neugotischen Stil ersetzt und gegen Ende des 19. Jh. wurde der Mahlbetrieb eingestellt. Stattdessen wurden die Gebäude als Produktions- und Verkaufsstätten genutzt. So waren u.a. eine Schmalzlerfabrik, ein Kontor für Spirituskocher, eine Buch- und Steindruckerei und ein Kolonialwarenladen darin untergebracht. 1912 ging die alte Katharinenmühle in den Besitz der Stadt Nürnberg über, die dort Ladengeschäfte und Wohnungen einrichtete. 1937 wurde das Gebäude kurzzeitig als Wohnheim genutzt. Im Jahre 1938 wurde das Gebäude für das Gesundheitsamt umgebaut. Die Mühle selber wurde nicht wieder aufgebaut, obwohl sie im Krieg nicht so stark wie die anderen Mühlen beschädigt worden war, stattdessen wurde auch sie im Zuge der Pegnitzregulierung abgebaut.

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