Die Krötenmühle in Nürnberg

Die Krötenmühle wurde erstmals im Jahre 1480 urkundlich erwähnt und lag östlich der Karlsbrücke am Lorenzer Pegnitzufer. Sie wurde vom Fischbach angetrieben. Sie war die kleinste der Nürnberger Mahlmühlen und betrieb drei Räder mit 4 Mahlgängen. Einer der Mahlgänge wurde im 18. Jh. in eine Gewürzstampfe umgewandelt. Im 19. Jh. wurde zusätzlich eine Farbholzmühle betrieben. Die Krötenmühle brannte im Jahre 1842 ab, wurde aber 1843 als Eckertsmühle wieder aufgebaut. Der Mühlenbetrieb wurde 1876 aufgegeben. Ein Relief am Gebäude, das heute an der Stelle der alten Mühle steht, erinnert an den alten Standort. Manche Historiker glauben, dass die Krötenmühle mit der 1234 in einer Schenkung von König Heinrich VII. an die Deutschordenskommende Nürnberg erwähnten "Liubmannismule" identisch ist. In dieser Schenkung übergab der König die Almosmühle, die Groß- und Kleinweidenmühle und eben auch die erwähnte "Liubmannismule" an den Deutschen Orden.

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