Die Nägeleinsmühle in Nürnberg

Die Nägeleinmühle wurde zusammen mit der Dürrenmühle im 15. Jh. vom Nürnberger Rat erbaut, um die Versorgung der Bevölkerung mit Getreide zu gewährleisten. Die beiden Mühlen kamen zu den bereits vorhanden großen Mühlen, der Pfannen- und der Schwabenmühle dazu. Wie auch bei der Dürrenmühle einigte man sich mit dem Deutschen Orden, dem das Gebiet gehörte und auf dem die Mühle entstehen sollte, dass man auf die Fischnutzungsrechte verzichtete und dem Orden Mahlvorrechte einräumte. Die Nägeleinsmühle stand zwischen der Maxbrücke und der neuen Stadtbefestigung und verfügte über 12 Räder: acht Getreidemühlräder, ein Schleifrad für die Ahlenschmiede, ein Polierrad, ein Walkrad für die Weißgerber und ein Sägerad. Im Jahre 1667 wurde im Mühlengebäude (heute Nägeleinsplatz) ein Pumpwerk zur Versogrung des Tritonbrunnens und anderer Gebäude und Gärten eingerichtet. Für die Münzstätte wurde zum Ende des 18 Jh. ein Silberstreckwerk in der Nägeleinsmühle eingerichtet. Wie auch in den anderen Nürnberger Mühlen zogen zum Ende des 19. Jh. diverse Werkstätten in die Mühlengebäude ein. Eine davon gehörte Johann Faber, dem jüngeren Bruder von Lothar Faber. Im Krieg wurde die Mühle, auch Irrer-, Baiern- oder Gartemühle genannt, zerstört und im Zuge der Pegnitzregulierung (1951), wie die anderen Mühlen der Stadt entfernt.

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