Die Pfannenmühle in Nürnberg

Die Pfannenmühle, wegen ihrer Lage an der vorletzten Stadtbefestigung der Sebalder Stadt, auch Mauermühle oder Mühle an der Mauer genannt, war eine Mahlmühle mit sieben Rädern. Sie wurde im Jahre 1299 erstmals als Mühle hinter den Fleischbänken urkundlich erwähnt. Den Namen Pfannenmühle bekam sie wegen der Müllerfamilie Pfann, die im 15. Jh. die Mühle betrieb. Sie lag am nördlichen Pegnitzufer, westlich vom Schleifersteg und gegenüber dem Säumarkt. Im Jahre 1427 wurde sie als burggräfliches Lehen an den Rat der Stadt Nürnberg übergeben und im Jahre 1440 wurde auf der Säumarktinsel (heute: Trödelmarkt 2 und 4) die erste Nürnberger Schleifmühle mit Schleif- und Polierrad gebaut und durch zwei Holzstege mit der Pfannenmühle verbunden. Gemahlen wurde bis ins 18. Jh. hinein und der Schleifereibetrieb wurde sogar bis ins 20. Jh. aufrecht erhalten, obwohl im 19. Jh. andere Werkstätten und Läden in die Gebäude eingezogen waren. Ab den 1920er Jahren wurde die Schleiferei allerdings mit Elektrizität und nicht mehr mit Wasserkraft betrieben. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Mühlen zerstört und die Überreste im Zuge der Hochwasserregulierung der Pegnitz im Jahre 1951 beseitigt.

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