Die Schnieglinger Mühle in Nürnberg

Die Schnieglinger Mühle befand sich nördlich der Pegnitz in der heutigen Silberstraße 7-15.

Schniegling wurde im Jahre 1281 zusammen mit Schnepfenreuth und Höfles den Nürnberger Burggrafen als Reichslehen übergeben. Seither ist auch die Mühle bekannt, die im Jahre 1427 an die Reichstadt Nürnberg verkauft wurde. Sie war ursprünglich nur eine Getreidemühle. Seit dem 14. Jh. ist auch eine Sägemühle belegt. Sie wurde im Ersten Markgrafenkrieg (1449/50) zerstört und 1464 mit einem Hammer, einer Sägemühle und Schleifrädern wieder errichtet. Bisweilen wurde sie auch zur Papierproduktion eingesetzt. Im Zweiten Markgrafenkrieg (1552 bis 54) abermals beschädigt, wurden die Mahlmühle, zwei Zainhämmer, ein Drahthammer und eine Schleifmühle wieder hergestellt. Am Ende des 17. Jh. wurde eine Holzfourniersäge von zwei Wasserrädern angetrieben und 1722 in ein Spiegelwerk umgebaut. Im 19. Jh. wurde die Schnieglinger Mühle um einige Silberfolienhämmer erweitert, daher der heutige Name Silberstraße (seit 1887). Bis 1902 wurde das Spiegelwerk betrieben, danach war in den Gebäuden eine Vernickelungsanstalt für Zinnbleche untergebracht. Ab der Mitte des 19. Jh. wurde die ehemalige Getreidemühle zu einer Kunstmühle umgebaut. Im Jahre 1920 zog eine Maschinenfabrik in die Gebäude und ab 1930 wurde sie als Massenunterkunft für die Reichsparteitage genutzt. Die Vereinigte Silberwerke GmbH war bis zum 1. Weltkrieg in der Mühle untergebracht. In den übrigen Gebäuden wurde seit der Jahrhundertwende eine optische Glasschleiferei betrieben. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Mühle kaum beschädigt, die Wasserbauten wurden allerdings trotztdem in den 1950er Jahren abgerissen, jedoch stehen die eigentlichen Mühlengebäude bis heute noch.

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