Nürnberg Zerzabelshof

Der Stadtteil Zerzabelshof in Nürnberg

Im Osten Nürnbergs liegt der Stadtteil Zerzabelshof.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Zerzabelshof im Jahre 1309 in einem Forstverzeichnis der Förster des Nürnberger Reichswald.
Diese hatten hier ein Forsthaus als Stützpunkt im Kampf gegen Wilderer errichtet.

Der Sage nach soll der Hof eines Bauern namens Zipfel, also der "Zipfelshof" die Grundlage für die Namensgebung sein. Durch einen Verschreiber wurde aus dem "Zipfelshof" der "Zabelshof" und daraus dann Zerzabelshof. Heute wird der Stadtteil im Volksmund einfach Zabo genannt.

Doch zurück zum dem Forsthaus. Das Haus wurde von einem Landadeligen verwaltet und ging 1553 in den Besitz der Familie Löffelholz über, die es fast 300 Jahre lang als Herrensitz nutzten.

1849 wurde Zabo, dass bis dato gemeinderechtlich zu Mögeldorf gehörte eine selbstständige Gemeinde. Erst im Jahre 1923 erfolgte die Eingemeindung nach Nürnberg.

Die schöne Lage am Rande des Reichwaldes machte Zabo schon bald zu einem Stadtteil der gehobenen Klasse und zu einem bevorzugten Wohngebiet. Der kleine Ort hat eine gute Verkehrsanbindung zur Innenstadt mit Bussen und S-Bahn bzw. der Nürnberger Ringstraße und ist auch einkaufstechnisch gut gerüstet, sodass die "Zaboaner" alles haben, was sie zum Leben brauchen.

Bekannt wurde Zabo in der Hauptsache durch das Stadion, welches früher im Zentrum des Ortes an der Stelle einer heutigen Wohnsiedlung stand und als Heimspielstätte des 1. FC Nürnberg diente. Das Stadion steht mittlerweile nicht mehr, aber der "Club" hat sein riesiges Vereinsgelände mit Schwimmbad und Hotel nach wie vor in Zerzabelshof.

Die "Akademie der bildenden Künste" ist am Reichswaldrand an der Straße zum Tiergarten hin beheimatet und zum Tierpark selbst ist es vom Ortszentrum aus ebenfalls nur ein "Katzensprung".

Doch ein Ausflug nach Zabo lohnt sich nicht nur wegen dem 1.FCN oder dem Tiergarten.
In der Valznerweiherstraße, schräg gegenüber vom Clubvereinsgelände, liegt der Valznerweiher, ein kleiner See im Wald mit einem (im See gelegenen) Insel-Restaurant dem "Valzner Weiher". Hier kann der Gast nach einem guten Mahl eine Runde um den See spazieren gehen und dabei die dort lebenden Schwäne füttern oder in einer angrenzenden Minigolfanlage den Schläger schwingen. Auch ein Hühnerzuchtverein hat sein Gelände in der Valznerweiherstraße und lädt die Besucher zu einem Rundgang durch die Käfiganlagen ein, um die verschiedensten Hühnerrassen einmal aus der Nähe begutachten zu können.

Kulinarisch bietet sich ein Besuch in der "Zabo-Linde" in der Zerzabelshofer Hauptstraße an. Eine "Location" mit Café und Kneipenbetrieb, die nicht zuletzt auf Grund kleinerer Musikveranstaltungen in den großzügig gestalteten Räumen weit über Zabo hinaus bekannt ist.

Gegenüber an der Einmündung zur Kachletstraße,  liegt das "Endres’sche Gasthaus", dass seit 1795 ein Ort der gepflegten Gastlichkeit ist. Der riesige Biergarten ist auch das Zentrum der alljährlich stattfindenden "Zabo-Kärwa", einem Kirchweihfest der klassischen fränkischen Art mit Musik, Kirchweihbier und Schafkopfturnier. Vermutlich ist der Platz auf dem das Gasthaus steht identisch mit dem Platz des alten Fortshauses, also der Ursprungspunkt von Zerzabelshof.

Teilen: