19.08.2017

von B° RB

Personennahverkehr in Nürnberg

Sör- und VAG-Presseinformation: Startschuss für barrierefreien Umbau von VAG-Bushaltestellen

Umbau von VAG-Bushaltestellen

Der öffentliche Personennahverkehr in Nürnberg hat in Sachen Barrierefreiheit die Nase schon seit Jahrzehnten weit vorne. Das hatten der VAG Verkehrs- Aktiengesellschaft Nürnberg bereits 2003 die Konferenz der Europäischen Verkehrsminister (CEMT) und das Europaforum der Behinderten (EDF) mit einer Auszeichnung für besonders behindertengerechte Einrichtungen, Verkehrsleistungen und Infrastruktur in Europa bestätigt. 

„Doch auf diesen Lorbeeren ruhen wir uns keinesfalls aus“, beschreibt der Vorstandsvorsitzende der VAG Josef Hasler die weiteren Aktivitäten des Verkehrsbetriebs in Sachen vollständiger Barrierefreiheit bis 2022. „In Zeiten von demografischem Wandel ist es wichtiger denn je, gute Voraussetzungen zu schaffen, damit unsere Fahrgäste in jedem Alter mobil sind – von ganz jung bis betagt, von körperlich fit bis mobilitätseingeschränkt. Da ist der barrierefreie Ausbau von Bushaltestellen ein wichtiger Schritt und wir freuen uns als Betreiber sehr darüber. Aber auch die Tatsache, dass unsere U-Bahn mit Inbetriebnahme der neuesten Fahrzeuggeneration G1 weitestgehend barrierefrei zugänglich sein wird, macht uns stolz. Ebenso unser zu 100 Prozent niederfluriger Bus- und Straßenbahnfuhrpark sowie die vielen anderen Errungenschaften der letzten Jahre. Barrierefreiheit bedeutet Aufwand, kostet Geld, braucht Zeit und finanzielle Unterstützung. Aber die Anstrengungen lohnen sich, sind sie doch Investitionen in unser aller Zukunft“, führt Hasler aus.

Diese Anstrengungen werden intensiv flankiert. Bürgermeister Christian Vogel betont dazu: "Die Stadt Nürnberg mit dem Baureferat, SÖR und der VAG haben das gemeinsame Ziel, den öffentlichen Raum möglichst überall so zu gestalten, dass er für alle Menschen mit und ohne Behinderung und auch für ältere Menschen zugänglich ist und genutzt werden kann. Barrierefreiheit ist ein Instrument dazu. Wo immer das tatsächlich geht, ist dies eine Maxime unserer Arbeit. "Der in diesen Tagen abgeschlossene, barrierefreie Umbau der VAG- Haltesteige am Maxtor, der am 19. Juni 2017 begonnen hatte, bildet den Auftakt zur Umgestaltung weiterer Haltestellen. Die Grundlage dazu bildet eine vom Stadtrat im Januar 2016 verabschiedete Liste von 60 Bushaltestellen, die höchste Priorität beim barrierefreien Umbau haben. Die Auswahl-Kriterien des Stadtrates waren hohe Fahrgastzahlen, die räumliche Nähe zu Behinderten-, Bildungs- und Senioren-Einrichtungen und Einrichtungen der ärztlichen Versorgung sowie die Lage zu ÖPNV-Knotenpunkten.

Die Kernelemente des barrierefreien Umbaus von Haltestellen sind:

  •  Anhebung der Bordsteinkante, möglichst auf 20 Zentimeter Höhe
  •  Anpassung der Anfahrt-Fläche für den Bus, um ein spurgeführtes Anfahren zu ermöglichen
  •  Einbau eines Blindenleitsystems mit Leitstreifen, Richtungs- und Einstiegsfeldern sowie Anbindung an das angrenzende Wegenetz
  •  höhentechnische Anpassungen der Geh- und Radwegeflächen, der Wartehallenbereichen und Serviceeinrichtungen an der Haltestelle

 

 

Große finanzielle Unterstützung erfährt das Projekt durch das vom Bund aufgelegte 3,5 Mrd. EUR schwere Kommunale Investitionsprogramm (KIP). Von den bayernweit 693 Projekten werden zehn in Nürnberg mit Fördermitteln aus dem Bundesprogramm bezuschusst, die über den Freistaat Bayern abgewickelt werden. Größtes Projekt in Nürnberg wird mit einem Fördervolumen von 1,9 Millionen Euro die Umgestaltung des Bahnhofsplatzes sein. Für den barrierefreien Umbau der Bushaltestellen stehen knapp 1,6 Mio. EUR zur Verfügung.

Seit dem 26. Juni 2017 werden auch die Bushaltestellen am U-Bahnhof Maximilianstraße umgebaut. Die Bauarbeiten werden bis Ende September dauern. Es folgen die Haltestellen Rathaus mit Baubeginn im Herbst 2017, Langwasser- Mitte mit Baubeginn voraussichtlich im März 2018 sowie Röthenbach mit Baubeginn im Frühjahr bis Mitte 2018. 42 Haltestellen werden nun im ersten Durchgang umgebaut, weitere 23 folgen.

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