06.05.2017

von B° RB

Moderner Fuhrpark

Die VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg nimmt acht neue, vollklimatisierte Gelenkbusse in Betrieb und ersetzt damit acht Gelenkbusse des Baujahres 2003

Gelenkbusse

Die Busse kommen erstmals seit 2005 von dem polnischen Hersteller Solaris. Das Modell New Urbino 18 ist eine Neuentwicklung mit zahlreichen Verbesserungen in Bezug auf Design, Fahr- komfort und Wartungsfreundlichkeit. Solaris hat die europa- weite Ausschreibung für drei Lieferjahre gewonnen. Erstmals sind die Busse mit mehreren Videokameras ausgestattet.

Von allen Fahrzeugen der VAG haben Busse die kürzeste Lebensdauer. Rund 15 Jahre sind sie durchschnittlich im Einsatz, dann müssen sie – trotz regelmäßiger Wartung – ausgetauscht werden. Pro Jahr fährt ein Bus knapp 60.000 Kilometer. Die VAG investiert stetig in ihren Fuhrpark und sorgt so für eine kontinuierliche Modernisierung der Busflot- te, die derzeit aus insgesamt 178 Fahrzeugen besteht. Die acht neuen Gelenkbusse haben zirka 2,5 Millionen Euro ge- kostet und wurden vom Freistaat Bayern mit rund 390.000 Euro gefördert. Das entspricht einer Förderquote von knapp 16 Prozent.

Das ist neu beim Solaris New Urbino 18

Der komplette Rahmen der Busse ist aus rostfreiem Edelstahl. Die Seitenbeplankungen sind aus Kunststoff, die zu- dem geschraubt und nicht verklebt sind – das vereinfacht die Reparatur von Unfallschäden. Die Frontscheibe ist rechts tiefer gezogen. Der Blick auf die Haltestellen und die Fahr- gäste ist für die Fahrer damit besser, sie sehen mehr. Im Wageninneren setzt der Hersteller auf Aluminium anstelle von Kunststoff. Alu ist beständiger, sieht wertiger aus und das wirkt nachweislich präventiv gegen Vandalismus. Die Innenbeleuchtung besteht durchgängig aus LEDs. Über den drei Türen befinden sich jeweils zwei LED-Leuchten, die den Türbereich kennzeichnen und beleuchten. Beim Schließen der hinteren Türen blinken sie zur Warnung rot – sie sind größer und auffälliger als die bisher ausschließlich an den Automatiktüren verwendeten roten Leuchten. Die Dachluken sind aus Glas, so kommt mehr Tageslicht in die Fahrzeuge.

Insgesamt ist jeder der acht neuen Gelenkbusse mit neun Kameras ausgestattet. Über einen kleinen Monitor oberhalb des Fahrerplatzes werden die Bilder der Kameras im Wech- sel angezeigt. Die Aufnahmen aller Videokameras werden aufgezeichnet und stehen – selbstverständlich unter Beach- tung aller datenschutzrechtlichen Bestimmungen und streng geregelten internen Vorgaben – den autorisierten Behörden, z. B. für strafrechtliche Ermittlungen, zur Verfügung. Eine der neun Kameras hat ihren Blick auf die zweite Türe gerichtet. Mit ihrer Hilfe können die Fahrer das Ein- und Aussteigen besser beobachten und kontrollieren. Eine Rückfahrkamera ist bei Rangier- und Wendefahrten in der Werkstatt von gro- ßem Vorteil. Eine weitere Kamera überwacht den Fahrer- stand. Alle anderen sind im Innenraum des Busses verteilt.

Grundausstattung der neuen Busse

Ein Gelenkbus ist 18 Meter lang, hat 37 Sitzplätze, acht Klappsitze und 99 bzw. 88 Stehplätze, wenn alle Klappsitze oder die Freiflächen belegt sind. Die Freiflächen bieten Platz für zwei Rollstühle, Kinderwagen oder Fahrräder. Die Fahrzeuge sind wie üblich außen und innen im VAG-Design ge- staltet. Vom Boden über die Seitenwände und die Sitzbezüge bis hin zu den Haltestangen wurde alles farblich aufeinander abgestimmt. Der Gesamteindruck schafft eine freundliche und einladende Atmosphäre.

Umweltschonende Antriebstechnik

Die acht Diesel-Gelenkbusse entsprechen der neuesten Abgasnorm Euro 6 und sind besonders geräuscharm. Sie sind auf dem neuesten Stand der Technik und leisten einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz. Die VAG setzt stets auf effiziente Ressourcennutzung und stetige Schadstoffreduzie- rung – die hervorragende Umweltbilanz der Busflotte belegt das. Insgesamt hat die VAG 96 Diesel- und 80 Erdgasbusse sowie zwei Hybridbusse im Einsatz.

Zahlen des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) belegen den Umweltvorteil: Ein vollbesetzter Stan- dard-Linienbus verbraucht auf 100 Kilometer etwa 0,5 Liter Kraftstoff und hat einen CO2-Ausstoß von rund 43 Kilogramm pro 100 Kilometer und Fahrgast. Ein Pkw hingegen, der im Durchschnitt mit 1,3 Personen besetzt ist, benötigt für 100 Kilometer durchschnittlich 6,6 Liter Kraftstoff und schlägt mit 148 Kilogramm CO2 je 100 Kilometer und Person zu Buche.

Passend zum Thema

Sicherheit erlangen: Mobilitätstraining für Blinde und Sehbehinderte am neuen U-Bahnhof Nordwestring

EIN AUTONOM FAHRENDER BUS IM ÖFFENTLICHEN RAUM - PROJEKTVORSTELLUNG IN BAD BIRNBACH

E-Bike-Trend: Spezielle Pedelecs laufen auch ohne Tritt in die Pedale

Mehr aus der Rubrik

Sör- und VAG-Presseinformation: Startschuss für barrierefreien Umbau von VAG-Bushaltestellen

Teilen: