08.08.2017

von B° RB

10 Jahre KooMiKi – Beruf und Familie im Einklang

Ganz aktuell spüren es wieder viele Nürnberger Familien hautnah, was es bedeutet, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen

10 Jahre KooMiKi

Die Bayerischen Schulferien haben begonnen, alle freuen sich auf den gemeinsamen Urlaub. Doch wohin die restlichen drei bis vier Wochen mit dem Nachwuchs, wenn Mama und Papa arbeiten müssen? Für Alleinerziehende stellt sich die Situation noch komplizierter dar. Auf Initiative der Städtischen Werke Nürnberg, mit ihren Tochterunternehmen N-ERGIE Aktiengesellschaft und VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg kam es vor zehn Jahren zu einer Kooperation Nürnberger Unternehmen, die Mitarbeiter genau bei dieser alljährlich wiederkehrenden Herausforderung entlastet.

Kreative Personalarbeit

Im Alltag lassen sich der Job und die Betreuung der Kinder oft noch organisieren, aber was ist in Ausnahmesituationen oder während der Ferien? Kann hier der Arbeitgeber seine Mitarbeiter unterstüt- zen? Diese Frage stellen sich die Personalverantwortlichen im Städ- tische Werke Nürnberg Konzern schon lange und entwickeln immer wieder kreative Ansätze, um diese Frage mit „Ja“ beantworten zu können. Einer dieser Ansätze heißt KooMiKi. Das steht für Kooperation MitarbeiterKinder und ist ein Zusammenschluss der Nürnber- ger Unternehmen Datev, Consorsbank, GfK, Sparkasse Nürnberg, Faber Castell, Flughafen Nürnberg sowie der wbg, der VAG und der N-ERGIE.

Jedes Jahr liegt es in der Verantwortung eines der Unternehmen, für die Mitarbeiterkinder ein umfangreiches Ferienprogramm zu organisieren, damit sich die Eltern auch während der Sommerferien ohne Stress und schlechtem Gewissen auf ihre Arbeit konzentrieren können. Fester Bestandteil sind dabei die klassische Betreu- ung sowie Sport-, Kreativ- und Englisch-Camps. Die Kooperation besteht inzwischen seit 2007 und seitdem haben Eltern 3.500 Plätze in dem Ferienprogramm gebucht. Darunter auch viele Wiederholungstäter, die von dem Angebot überzeugt sind.

Zusätzlich zu den Camps besuchen die Kinder an Projekttagen die verantwortlichen Organisatoren des Ferienprogramms. Im Jubiläumsjahr ist das die Consorsbank. „KooMiki zeigt, dass aus Kooperation und Teamwork ein tolles Angebot entsteht, von dem alle profitieren – und das seit nunmehr zehn Jahren. Umso mehr freue ich mich, dass die Consorsbank im Jubilä- umsjahr die Organisation der Ferienbetreuung für rund 430 Kinder übernimmt und dadurch viele Kolleginnen und Kollegen unterstützt“, sagt Dr. Markus Richert, Deputy Head of Human Resources Consorsbank.

Ein Statement – der KooMiKi-Bus

In den Sommerferien 2014 hatten die KooMiKi-Kinder an ihren Pro- jekttagen eine besondere Aufgabe: Sie sollten kreativ sein und ihre Eindrücke vom Ferienprogramm zu Papier bringen. So entstanden Zeichnungen, die seit Anfang 2015, auf Folie gebannt, einen Linien- bus der VAG zieren. Das ist nicht nur schön anzusehen, sondern ein Bekenntnis der KooMiKi-Unternehmen zu familienfreundlicher Personalpolitik und deren gesellschaftlicher Relevanz.

Das Statistische Bundesamt hat erst kürzlich veröffentlicht, dass der Trend zur Kinderlosigkeit in Deutschland offensichtlich gestoppt ist. In einer Pressemitteilung vom 26. Juli 2017 heißt es, dass zu dieser Entwicklung nicht zuletzt die Verbesserung der Bedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, vor allem durch den Ausbau der Kinderbetreuung, beigetragen habe. Dafür spreche auch, dass die Erwerbstätigkeit von Müttern mit Kleinkindern in den vergangenen acht Jahren zugenommen habe. Und weiter: Akademisch gebildete Frauen kehrten schneller in den Beruf zurück und arbeiteten häufiger Vollzeit als noch vor acht Jahren.

„Ähnliche Beobachtungen machen wir auch in unseren Unter- nehmen“, kommentiert Karl-Heinz Pöverlein, bei N-ERGIE und VAG als Vorstand für das Ressort Personal zuständig, die Er- kenntnisse des Statistischen Bundesamts. „Die Frauen kehren in der Regel schneller als früher an ihren Arbeitsplatz zurück.

Wir unterstützen sie dabei mit einer unternehmenseigenen Kinderkrippe sowie einem Kindergarten. Angebote, die wir im Übrigen auch in die Waagschale werfen, wenn es darum geht, gute Fachkräfte in unsere Unternehmen zu holen“, so Pöverlein weiter. „Für viele kluge Köpfe zählt nicht nur ein guter Verdienst bei der Wahl des Arbeitgebers, sondern sie wägen auch zusätzliche Sozialleistungen ab, die beispielsweise eine Ver- einbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen oder die Le- bensqualität im Allgemeinen betreffen. Kurzum: Wir machen als Unternehmen Angebote wie KooMiKi nicht ganz uneigennützig, sondern weil unsere Mitarbeiter unsere wichtigste Ressource sind“.

Und: Das Angebot für die Ferienbetreuung richtet sich nicht aus- schließlich an die Mitarbeiterkinder der kooperierenden Unterneh- men. Einige Plätze stehen immer auch für das Ferienprogramm der Stadt Nürnberg zur Verfügung.

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