25.02.2017

von B° RB

Innovative Signale aus Kälte und Wärme

1,5 Mio Euro EFRE-Förderung für Technologietransferprojekt der TH Nürnberg in der Energietechnik

Mitarbeiter der TH Nürnberg im Labor Rednitzhembach

Die TH Nürnberg erforscht im Kompetenzzentrum Energietechnik gemeinsam mit 25 Industriepartnern innovative Ansätze für die Versorgungstechnik mit Kälte und Wärme und zur Stromerzeugung aus Abwärme. Als Projektführer intensiviert die TH Nürnberg mit dem Forschungsprojekt InnoProSys durch den Technologietransfer die Kooperation mit kleinen und mittleren Unternehmen der Energiebranche. Damit realisiert die Hochschule im Kontext der Energiewende ein forschungsstrategisch wichtiges Projekt. Die EFRE- Förderung beträgt über den Projektzeitraum von vier Jahren insgesamt 1, 559 Mio Euro.

Neue Impulse für die Energiewende: Das Kompetenzzentrum Energietechnik an der TH Nürnberg erforscht als Projektführer mit 25 Industriepartnern neue technologische Ansätze für die Versorgungstechnik mit Kälte und Wärme und zur Stromerzeugung aus Abwärme. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Unternehmen entwickeln gemeinsam Produkte und Systeme für den dynamischen Markt der dezentralen Energietechnik. Durch den Technologietransfer der Forschungsergebnisse an die kooperierenden kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs) setzt die TH Nürnberg Impulse in die Metropolregion Nürnberg.

Das interdisziplinäre Team der TH Nürnberg ist breit aufgestellt und bringt neue Ansätze und Methoden aus laufenden Forschungsaktivitäten und aktuelle Ergebnisse in das Vorhaben ein: Die Schwerpunkte im Vorhaben lassen sich in 4 Themengebiete untergliedern: Hocheffiziente Wärmeübertragung und Thermomanagement (Prof. Dr.-Ing. Frank Opferkuch); Wärmetransformationstechnologien und Speicher (Prof. Dr. Arno Dentel, Prof. Dr.-Ing. Frank Opferkuch, Prof. Dr. Wolfram Stephan); Last- und Energiemanagement (Prof. Dr. Andreas Kremser, Prof. Dr. Bernhard Strobl) und Stromerzeugung aus Abwärme (Prof. Dr. Michael Deichsel, Prof. Dr. Armin Dietz, Prof. Dr.-Ing. Frank Opferkuch).

Während der vierjährigen Projektlaufzeit realisieren die Forscher-Teams mit Studierenden der TH Nürnberg neue Wege des Technologietransfers. „Geplant sind der Aufbau eines Expertennetzwerks und anwendungsnahe Aktivitäten rund um neue Technologien in den Laboren der TH Nürnberg. Für Unternehmen, die neue, innovative Produkte und Systeme für den besonders dynamischen Markt der dezentralen Energietechnik entwickeln und schnell platzieren wollen, ergibt sich dadurch ein hohes Wachstumspotenzial“, erläutert Prof. Dr.-Ing. Frank Opferkuch.

Kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) wenden die im Projekt zu erforschenden Technologien beispielsweise im Thermomanagement von Gebäuden und Fahrzeugen an. Das Ziel dabei ist es, Wärme und Kälte zielgenau und effizient bereitstellen zu können.

Die Vielfältigkeit der Aufgabenstellung erfordert ein Bündel an Maßnahmen, um den Technologietransfer im Forschungsprojekts InnoProSys umzusetzen.

(1) Technologietransfer durch Matching: Im Projekt bauen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TH Nürnberg gemeinsam mit den kooperierenden KMU ́s aus der Metropolregion eine Experten-Datenbank auf, die an eine Kontaktstelle an der TH Nürnberg angebunden ist.

(2) Technologietransfer durch Learning by Doing und Hands on-Seminare: Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Unternehmen arbeiten in Workshops in den Laboren der TH Nürnberg gemeinsam an aktuellen Fragestellungen aus der Praxis.

(3) Technologietransfer durch Technikdemonstration: Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Unternehmen stellen aktuelle Forschungsergebnisse und Anwendungsbeispiele in den Laboren der TH in Nürnberg und Rednitzhembach vor.

(4) Technologietransfer durch Pilotprojekte: Ausgehend von den Laborversuchen realisieren Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Unternehmen Leuchtturmprojekte mit KMU ́s, die eine Signalwirkung in die Metropolregion ausstrahlen.

Mit dem Forschungsprojekt InnoProSys realisiert die TH Nürnberg ihr Ziel, mit anwendungsnaher Forschung Innovationsgenerator für die regionalen Unternehmen und ein Zentrum der angewandten Forschung zu sein. Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) stellt dem Wissenschaftsministerium hierfür 1,5 Mio Euro zur Verfügung. Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle betont die große Bedeutung der Interaktion zwischen der TH Nürnberg und der Metropolregion: „Mit diesem Projekt zum Technologietransfer schafft die TH Nürnberg wesentliche Voraussetzungen, um die Wirtschaftskraft der regionalen Unternehmen zu stärken und nachhaltig Arbeitsplätze zu sichern.“ Der Präsident der TH Nürnberg, Prof. Dr. Michael Braun fasst zusammen: „Die Kooperation mit kleinen und mittleren Unternehmen der Region ist für die TH Nürnberg eine Kernaufgabe. Die Förderung durch EFRE ermöglicht es ihr, diesen Technologietransfer erfolgreich zu intensivieren.“

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