31.07.2012

von Stadt Nürnberg / LP

Dürers Triumphzug

Die Veranstaltung im Historischen Rathaussaal nimmt von 3. bis 12. August 2012 Albrecht Dürers wohl größten Auftrag in den Blick...


Dürers Triumphzug kehrt zurück ins Nürnberger Rathaus


„Dürers Triumphzug – eine multimediale Zeitreise durch die Wandmalereien im Rathaussaal“ präsentiert die Stadt Nürnberg als ihren diesjährigen Dürer-Schwerpunkt. Die Veranstaltung im Historischen Rathaussaal nimmt von Freitag, 3. August, bis Sonntag, 12. August 2012, Albrecht Dürers (1471-1528) wohl größten Auftrag in den Blick. Das Kulturreferat thematisiert damit ein in der Dürerforschung kaum beleuchtetes Thema und zugleich auch den heute etwas in Vergessenheit geratenen „Kunst- und Kulturort“ Nürnberger Rathaus.

Mit diesem späten Werk – der Auftrag zur Rathausgestaltung kam sieben Jahre vor Dürers Tod – schließt das Kulturreferat den Bogen zum „Frühen Dürer“, der großen Ausstellung im Germanischen Nationalmuseum, die noch bis 2. September 2012 das Frühwerk des Künstlers in den Mittelpunkt stellt.

Im Nürnberger Rathaussaal wird Dürers vergessener großer Wandmalereizyklus, mit dem er 1521 beauftragt wurde, in einer Projektion wieder erlebbar. Sieben Panoramaprojektoren mit 6-facher Full HD Auflösung und Kino-Sound zaubern die Rathausbemalungen auf die 40 Meter lange Nordwand. Die etwa zehnminütige multimediale Präsentation erzählt die Geschichte der Wandmalereien – eine Geschichte über Albrecht Dürer, über Restaurierung, Renovierung, Übermalung und über die unwiederbringliche Zerstörung im Zweiten Weltkrieg. Zu sehen sind die Vorarbeiten und Entwürfe Dürers, die Ergebnisse der ersten Renovierung 1621, der Versuch, einige Wandfresken zu bewahren und kaum bekannte Farbaufnahmen von 1943/45, die im Auftrag der NS-Regierung entstanden.

Drei Fresken aus der Nordwand des Saals sind ausgestellt. 1904/05 nahmen Restauratoren Teile der bemalten Putzschicht der Wände ab und fertigten Kopien mancher Wandmalereien an, die als Farbmuster dienten. Einige der Fresken haben sich erhalten. Diese ältesten authentischen Zeugnisse zeigen die Bemalung im Zustand von 1621, unmittelbar nach der ersten Renovierung des Saals.

Erstmals präsentiert die Stadt Nürnberg auch die Entwürfe von Michael Mathias Prechtl (1926-2003) für eine neue Ausmalung. Der berühmte Nürnberger Künstler hatte einen zeitgenössischen Wandmalereizyklus für den Rathaussaal entwickelt. Seine Entwürfe veranlassten eine intensive Diskussion, die 1989 zu dem Beschluss führte, die Wände weiß zu lassen. Prechtl hatte zudem seine Entwürfe zurückgezogen.

„Dürers Triumphzug – eine multimediale Zeitreise durch die Wandmalereien im Rathaussaal“
Historischer Rathaussaal, Rathausplatz 2, 90403 Nürnberg
Freitag, 3. August 2012, 18 bis 21 Uhr
Samstag, 4. August, 11 bis 21 Uhr
Sonntag, 5. August, 11 bis 18 Uhr
Montag, 6. August, bis Sonntag, 12. August, 10.30 bis 16.30 Uhr


Eintritt für multimediale Zeitreise im Rathaussaal: 2 Euro
Kinder, Schüler und Studenten: frei

Begleitend zur Zeitreise im Rathaussaal verwandelt sich das Rathaus während des Auftaktwochenendes von „Dürers Triumphzug“ von Freitag bis Sonntag, 3. bis 5. August 2012, in einen Ort der Kunst und Kultur. Die erste „RathausART“ präsentiert Nürnberger Galerien und deren Künstler. Ein Mitmachprogramm richtet sich an kleine und große Besucherinnen und Besucher. Renommierte Dürer-Forscher geben ihr Wissen in Vorträgen weiter.

Passend zum Thema

In Ergänzung dazu zeigt das Kulturreferat ab Juli und bis September dazu an den Original-Schauplätzen Dürers...

Das Germanische Nationalmuseum wartete gespannt am 11. Juli 2012 auf seinen 100.000sten Besucher....

Neues aus der Dürer-Forschung: Dürers Schädel. Die makabre Geschichte vom Nbger Dürergeschenk, das in München...

Mehr aus der Rubrik

Die Wanderausstellung „HOLZ. Nachhaltiges Bauen in Finnland“ zeigt nordische Holzbauarchitektur anhand von Wohnhäusern und Gebäuden mit öffentlicher Nutzung.

Gekonnt jongliert die Künstlerin Henriette Grahnert (*1977 in Dresden) mit den unterschiedlichsten Malereitraditionen.

Die Ausstellung illustriert in professionellen historischen Studiofotografien ebenso wie in laienhaften "Knipserbildern" den Umgang mit Spielsachen.

Teilen: