26.01.2017

von B° RB

Erinnerungen an Hannah Höch

Eine Gesprächsrunde im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg am 29. Januar 2017. Gesprächsrunde mit Helmut Rösner, dem Großneffen Hannah Höchs

Hannah Höch: Resignation, 1928

Hannah Höch (1889–1979) zählt zu den international bedeutendsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Am Sonntag, 29. Januar 2017 um 16:00 Uhr wird der Großneffe Helmut Rösner von seiner berühmten Tante erzählen. Anlass sind die Neuerwerbungen von drei Gemälden und elf Papierarbeiten Höchs für das Germanische Nationalmuseum, die noch bis Sonntag in der Sammlung zum 20. Jahrhundert zu sehen sind. 

Fakten
Gespräch am 29. Januar 2017 in Nürnberg.

Eintritt frei.

Rösner hat Hannah Höch noch persönlich erlebt. Als Zeitzeuge und Familienmitglied wird er vornehmlich die private Seite der renommierten Künstlerin beleuchten. Seine Erinnerungen ergänzen die Kunsthistorikerinnen Gunda Luyken und Annelie Lütgens mit einem fachlich-wissenschaftlichen Blick. Sie ordnen das Werk der Künstlerin in seinen zeithistorischen Kontext. Bekannt machten die Künstlerin vor allem ihre Papiercollagen, mit denen sie sich bissig-pointiert zur politischen und sozialen Situation ihrer Zeit äußerte. Als Mitglied der DADA-Bewegung provozierte sie mit ihrer „Anti-Kunst“ vor allem das Großstadtleben der 1920er und 30er Jahre. Doch auch ihr Privatleben sorgte für Aufregung. Während ihres Studiums hatte Höch ihren Mitstudenten Raoul Hausmann kennengelernt, mit dem sie eine langjährige, äußerst schwierige Beziehung verbinden sollte. Auch diese persönlichen Erlebnisse verarbeitete sie in ihrem Werk. 

Im Anschluss an das Gespräch besteht die Gelegenheit, noch einen (letzten) Blick auf die Gemälde und Papierarbeiten zu werfen. 

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