20.02.2017

von B° RB

Roland Spranger

Roland Spranger ist "Künstler des Monats" Februar 2017 der Metropolregion Nürnberg

Roland Spranger

Die Jury des Forums Kultur der Europäischen Metropolregion Nürnberg hat den Hofer Autor Roland Spranger zum Künstler des Monats Februar 2017 gewählt.

Am 18. Februar 2017 wurde Sprangers neuestes Stück „Work“ im Theater Hof uraufgeführt. Die Arbeit für die Bühne gehört zu den wesentlichen Elementen seines künstlerischen Wirkens. 

Aktuell sind es Schauspieltexte, die er als freie oder Auftragsarbeiten schreibt. Es sind aktuelle Themen, die ihn reizen. In seiner neuesten Arbeit, in dem es sich um das Span- nungsverhältnis zwischen Arbeit und Macht dreht, treten Kandidaten in einer Fernsehshow an, um ihren Arbeitsplatz zu verteidigen – aber nur einer kann es schaffen. Ein Stück über den Wert von Arbeit und über Entertainment als Beruhigungspille.

Über das 2015 uraufgeführte Drama „Hungerleider“ schrieb das Fachblatt „Die Deutsche Bühne: „Tiefenbohrung in die bundesrepublikanische Vergangenheit: Mit dem Stück ‚Hunger- leider‘ von Roland Spranger, einer locker drapierten Szenenfolge um die Mühsal der Eingliederung der vielen vertriebenen Deutschen in die junge BRD und den Umgang mit der NS- Vergangenheit ihrer Bewohner, hat das Theater Hof jetzt einen starken Stoff uraufgeführt, in einer starken Inszenierung; ein Stück voll dramaturgischer Eleganz, Generationenkonflikte, Schlussstrichdiskussionen, deutsche Opferhaltung: Natürlich ist ‚Hungerleider‘ auch heutiger, politischer Stoff.” Ebenfalls 2015 wurde das Klassenzimmerstück "Affe auf Lava" am Theater Ansbach uraufgeführt.

Schon in den 80er und 90er Jahren hatte der 1963 geborene Spranger sich intensiv mit den darstellenden Künsten beschäftigt und als Autor, Regisseur und Schauspieler in der freien Theaterszene gewirkt. Immer mehr bildete sich der Schwerpunkt Schreiben heraus, wobei neben der Arbeit für die Bühne das Genre Krimi an Bedeutung gewann.

2013 erhielt er den renommierten Friedrich-Glauser-Preis in der Sparte “Bester Roman” für den Thriller „Kriegsgebiete“. Kurzgeschichten finden sich regelmäßig in verschiedenen An- thologien. Folgerichtig war er 2016 mit seiner Short-Story "C" auch in der Sparte "Bester Kurzkrimi" für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert.

Es gelingt Spranger in Romanen und Kurzgeschichten wie in seinen Theaterstücken, ak- tuellste Themen von prekären Arbeitsverhältnissen über die Flüchtlingsproblematik bis zu Kriegseinsätzen in Afghanistan in spannende, aber auch unterhaltende Geschichten zu ver- packen. Dabei nimmt er den Fragen der Zeit nicht ihre Brisanz, sondern er regt Interesse und schafft Zugänge zu komplizierten Sachverhalten.

Arbeiten in verwandten Bereichen sind Spranger nicht fremd. Man kennt ihn als Slam Master bei Poetry Slams oder als Gastgeber der von ihm konzipierten Talkshow “Nachtgebiete – GWAAF zer Nacht” in einer Hofer Szenekneipe.

Passend zum Thema

Kunst zwischen Pazifik und Atlantik, 1945-1965. 14. Oktober 2016 - 26. März 2017, Haus der Kunst München

Ausstellungseröffnung Gabriele Bujak: "Ein Querschnitt aus meinem kreativen Schaffen"

"50 Jahre Gerch-Geschichten – Gleeskebf, Schnerbfl, olda Waafn". Erstes fränkisches Wochenende bei den Kulturwelten des Oberfränkischen Textilmuseums Helmbrechts

Mehr aus der Rubrik

Leider kein passender Artikel gefunden.
Weitere Artikel finden Sie hier.

Haben Sie einen Artikel, der hierher passen würde? Bitte informieren Sie unsere Redaktion, vielen Dank!
Teilen: