20.10.2017

von B° RB

Soroptimist International Kunstpreis

Verleihung des Soroptimisten-Kunstpreises der Metropolregion Nürnberg

Preisverleihung in der Kaiserpfalz (v. l.): Elke Raschzok-Falk (SI-Forchheim Kaiserpfalz), Preisträgerin Kathrin Hausel, Amely Deiss (Leiterin Kunstpalais Erlangen und Laudatorin), Elisabeth Reichert (Vize-Präsidentin Bezirk VIII, SI-Fürth), Susanne Heydenreich (Präsidentin SI-Forchheim-Kaiserpfalz)

Der "Soroptimist International Kunstpreis der Europäischen Metropolregion Nürnberg" wurde in diesem Jahr zum zweiten Mal verliehen. Preisträgerin der mit 4000 Euro dotierten Aus- zeichnung ist die Fürther Malerin Kathrin Hausel. Die Preisverleihung fand am 19. Oktober in der Kaiserpfalz in Forchheim statt.

Neun Soroptimist International-Clubs der Metropolregion Nürnberg haben sich zusammengetan, um mit diesem Preis für Bildende Künstlerinnen, die in der Metropolregion leben und/oder arbeiten, ein Zeichen zu setzen für den noch immer unterrepräsentierten weiblichen Anteil an der Kunst.

Jeder der SI-Clubs konnte eine Künstlerin nominieren: SI Club Amberg: Erika Wakayama, SI Club Bamberg: Kunigunde Friedl Fischer, SI Club Bamberg Wilde Rose: Monika Meinhart, SI Club Coburg: Sigrun Wassermann, SI Club Erlangen: Ursula Kreutz, SI Club Forchheim- Kaiserpfalz: Claudia Wirth, SI Club Fürth: Kathrin Hausel, SI Club Nürnberg: Aja von Loeper, SI-Club Würgau: Ulla Reiter.

Kathrin Hausel wurde Anfang des Jahres von einer Expertinnen-Jury und den beteiligten Clubs gewählt. Die Expertinnen-Jury setzte sich aus den Kunsthistorikerinnen Dr. Pia Dornacher vom Lothar-Fischer Museum in Neumarkt, Dr. Barbara Kahle aus Bamberg und Martina Sutter-Kress aus Erlangen zusammen. Die Preisträgerin des Jahres 2015, Aldona Kut aus Nürnberg, gehörte ebenfalls zur Jury.

Die Preisträgerin wurde 1979 in Fürth geboren. Sie studierte Malerei an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter bei Bonn, es folgte ein Aufbaustudium Kulturpädagogik, dass sie 2003 mit dem Staatlichen Diplom für Malerei abschloss. Von 2004 bis 2009 war Kathrin Hausel als freischaffende Künstlerin in Bonn tätig, ehe sie in ihre Heimatstadt Fürth zurückkehrte. 2014 wurde sie mit dem Kulturförderpreis der Stadt Fürth ausgezeichnet.

Anke Steinert-Neuwirth (Kulturreferentin Stadt Erlangen), die als Geschäftsführerin des Forums Kultur der Metropolregion ein Grußwort hielt, sagte zur Bedeutung des Soroptimisten Kunstpreises: „Dieser gut dotierte Kunstpreis – initiiert und ermöglicht durch das bemerkenswerte Engagement der Soroptimistinnen von Coburg bis Nürnberg - hat Vorbildcharakter. Er zeigt, was möglich ist, wenn Vernetzung in unserer Region mit Leidenschaft und zielgerichtet praktiziert wird: Das künstlerische Potential auf hohem Niveau von Frauen in unserer Euro- päischen Metropolregion wird somit nicht nur sichtbar gemacht, sondern erfährt auch zugleich die so wichtige öffentliche Würdigung. Und in unserer Metropolregion gibt es jede Menge beachtenswerte Künstlerinnenprofile!“

Zu den Qualitätsmerkmalen der Kunst von Kathrin Hausel sagte die Laudatorin Amely Deiss (Leiterin des Kunstpalais Erlangen): „Die Malerei von Kathrin Hausel ist von einer unglaublichen Kraft, manchmal sogar Brutalität, und ist zugleich zart und liebevoll. Man könnte auch sagen, sie hat eine liebevolle Kraft, eine zarte Brutalität, die einen auch deshalb unwiderstehlich anzieht, weil man hinter das Geheimnis dieser Widersprüche kommen möchte.“

Soroptimist, abgeleitet vom lateinischen „sorores optimae“, die besten Schwestern, ist mit rund 80.000 Mitgliedern in 130 Ländern die weltweit größte Serviceorganisation berufstätiger Frauen, die sich für die Aus- und Weiterbildung von Frauen, die Menschenrechte, internationale Verständigung und Frieden, aber auch Freundschaft und gemeinschaftliches ehrenamtliches Engagement einsetzen.

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