20.01.2015

von Tafelhalle Nürnberg LP

19. StummFilmMusikTage

Das Programm der 19. StummFilmMusikTage ist ausschließlich Ernst Lubitsch gewidmet, einem der produktivsten und erfolgreichsten Regisseure der Stummfilmzeit.


Das Programm der 19. StummFilmMusikTage ist ausschließlich dem Œuvre Ernst Lubitschs gewidmet, der, neben Friedrich Wilhelm Murnau und Fritz Lang, einer der produktivsten und erfolgreichsten Regisseure der Stummfilmzeit war. Aufgrund der Menge der Lubitsch-Produktionen, zurzeit sind ca. 50 Filme verfügbar, will das Festivalprogramm besonders seine vier wichtigsten Komödien und Historienfilme präsentieren. Darunter auch Lubitschs Stummfilm Sumurun (1920).

Fr 23./Jan SUMURUN 103 min. (1920)
Regie: Ernst Lubitsch Musik: Aljoscha-Zimmermann-Ensemble
20 Uhr Tafelhalle

Frank Strobel, international honorierter Dirigent und Spezialist für Stummfilmmusik, steht bei drei von fünf Konzerten am Pult. Gemeinsam mit den Nürnberger Symphonikern (Das Weib des Pharao) und dem ensemble KONTRASTE (Die Puppe) hat er die Musik Ernst Künnekes und Martin Smolkas einstudiert, bei deren Aufführungen Strobels bemerkenswert bildhafte, ja malerische Interpretationsfähigkeit erneut ins Gewicht fallen und begeistern werden.

Alle Filme entstanden zwischen 1919 und 1922 und waren Lubitschs letzte Filme, die in Deutschland als deutsche Produktionen herauskamen. Danach emigrierte er in die USA.
Für die diesjährigen StummFilmMusikTage haben wir die aufwändigen, monumentalen Historienstreifen, Das Weib des Pharao, Sumurun und die Komödien Die Puppe (nach Motiven von ETA Hoffmann) sowie Die Austernprinzessin, die gerne auch als Lubitschs Schritt von der Komödie zur Sartire bezeichnet werden, ausgewählt. Spielorte sind das Theater der Tafelhalle und der Musiksaal in der Kongresshalle mit musikalischer Begleitung des ensemble KONTRASTE, der Nürnberger Symphoniker, dem Aljoscha-Zimmermann-Ensemble, dem Pianisten Uwe Olberg und dem Nürnberger Schlagzeuger Yogo Pausch.

Sa 24./Jan DIE AUSTERNPRINZESSIN (1919) 60 min.
Regie: Ernst Lubitsch / Piano: Uwe Oberg
18 Uhr Tafelhalle

Sa 24./Jan VON BERLIN NACH HOLLYWOOD
Gespräch über Ernst Lubitsch mit Frank Strobel (Dirigent), Inge Rauh (Journalistin) und der ZDF/arte Redakteurin und Spezialistin für Stummfilmproduktionen Nina Goslar

Die Geschichte des schüchternen Klosternovizen Lancelot, der sich in eine Puppe verliebt, beruht wahrscheinlich auf der Operette La Poupéee von Edmond Audrans nach Motiven von E.T.A. Hoffmann. Bei der katholischen Filmkritik löste der Film einst Empörung aus. Der tschechische Komponist Martin Smolka kündigt mit seiner 2007 komponierten Musik viele Konventionen der Stummfilmmusik auf. Er hebt die Musiker aus dem Dunkeln des Orchestergrabens quasi mit auf die Bühne und betreibt ein virtuoses Spiel mit der Tradition.

Sa 24./Jan DIE PUPPE (1919) 66 min.
Regie: Ernst Lubitsch / Musik: Martin Smolka (2007) / ensemble KONTASTE Leitung: Frank Strobel

STAN LAUREL und OLIVER HARDY
Drei Klassiker des populärsten Komiker-Duos aller Zeiten begleitet von Hilde Pohl (Piano) und Yogo Pausch (Percussion)  
So 25./Jan STAN LAUREL UND OLIVER HARDY
11 Uhr Tafelhalle

DAS WEIB DES PHARAO (1921), begleitet von den Nürnberger Symphonikern unter der Leitung von Frank Strobel, wird am Do 22./Jan 20 Uhr und So 25./Jan 19 Uhr im Musiksaal in der Kongresshalle gezeigt.

Karten für alle unsere Veranstaltungen erhalten Sie unter 0911 231-4000 (KulturInformation)

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