22.10.2014

von B° AG

(Quelle: NÜRNBERG.POP CLUB)

NÜRNBERG.POP Club 2014

Das vierte Club- und Showcasefestival NÜRNBERG.POP findet am 25. Oktober 2014 statt.


Die ersten Bands sind bereits gebucht, alte und neue Spielstätten gesichtet, am Rahmenprogramm wird emsig gefeilt, … Zeit für die offizielle Saisoneröffnung!

Traditionell am Samstag vor der Karwoche läutet die Festival-Crew das Jahr mit einem NÜRNBERG.POP CLUB im Zwingerkeller ein. Und traditionell gibt es an diesem Termin die ersten (Frühbucher)Festivaltickets. An der Eintrittskasse. Nicht nur schwarz-weiß. Und mit Liebe gestaltet.

Fakten
Datum: Samstag, 12. April 2014
Uhrzeit: 22:00 Uhr
Ort: Zwingerkeller, Lorenzer Straße 33, 90402 Nürnberg

Live: Genetiks
DJs: eine Million. Oder so.
Special: (Frühbucher)Tickets für das 4. Nürnberg.Pop Festival am 25.10.2014.

Dass auch heuer wieder eine Band präsentiert wird, versteht sich ebenfalls von selbst. Nach dem Berliner Loop-Künstler Sebastian Arnold und dem frankophilen SoulPunks Pari Pari in den letzten beiden Jahren werden heuer die GENETIKS aus Nürnberg & Mönchengladbach auf der Bühne stehen und erstens unter Beweis stellen, warum ihre energetischer WavePunk gerne mal als Mischung aus Joy Division und Fugazi umschrieben wird. Zweitens werden hier und heute die Songs präsentiert, die gerade zusammen mit Guido Lucas (u.a. Donots, Urlaub in Polen, Blackmail) für ein neues Album der Genetiks im Studio aufgenommen werden.

Drum herum und hinterher „teilen“ sich die zahlreichen DJs und DJanes des Festival-Teams die Plattenteller und legen Musik von Indie, Britrock, Electropunk, Classics, Rock´n´Roll, Soul, HipHop hin bis zu Trashigem auf die Plattenteller bis die Vögel von den Dächern zwitschern.

ÜBER DIE GENETIKS (von Oliver Ding / plattentests.de)
Es gibt immer wieder Bands, die klarstellen, dass die Neue Deutsche Welle eigentlich kein Nachfahre des herkömmlichen Schlagers war. Damit war deutschsprachiger New Wave gemeint; jene Musikrichtung also, die anfangs Postpunk genannt wurde, weil die Bands Ende der siebziger Jahre die musikalische Freiheit nach der Punk-Revolution für einen kurzen Moment auskosten konnten. Das ist lange her, und auch die kommerziell einträgliche Rückbesinnung Mitte der Nuller durch Bands wie Franz Ferdinand und Bloc Party war letztlich nur Verklärung.

Genetiks haben mit rosaroten Brillen jedoch nun so gar nichts am Hut. "Dieser Horror ist blank", nölt uns Maik Dornberger in "Gimme hope Andreas" entgegen. "Schwarzbuch deutscher Postpunk" ist angefressen, nervös, getrieben, frustriert, rumpelnd, paranoid, wütend, lärmig, anmaßend, frontal. Der Geist des Punk lebt in dieser Musik - meistens unter der Brücke zur Kunstschule. Der taumelnde Haudrauf der Genetiks erinnert sich an die britische Unruhe des Herbstes 1977 genauso wie an die eckige Frühphase der NDW und den frühen Post-Hardcore. Washington, DC liegt ja auch gleich neben Nürnberg.

Schon im Opener "Keine neue Heimat" wummern und kratzen die Gitarren zu analogem Synthbässen. "Diese Band ist Deine ganze Hoffnung." Von wegen! Dornberger lebt hier seinen ganzen Zynismus aus und spuckt uns einen fiesen Ohrwurm vor die Füße. Billige Käse-Keyboards zeigen, dass Technik hier nur notwendiges Übel ist. Dissonanz piekst das Gehör. Während das Gehirn gerade mit Parolen zugetextet wird, massieren die Riffs das Magengeschwür.

Zwischenmenschlichkeiten finden sich in Songs wie "Affenliebe" und "Gegner" wieder. Sensibilität kann da kaum erwartet werden. "Morgen weiß keiner, wo Du herkommst / Aber heut kommst Du von vorn." Im großartigen "Ceaucesku" wummert ein Zweiton-Riff stur vorwärts und wird nicht mal durch dramatisches Piepsen abgelenkt. Dornberger nutzt die Hinrichtung des rumänischen Diktators, um eigene Rechnungen zu begleichen. "Sie stellen Dich an die Wand / Und Du willst Vergebung / Welche Vergebung?" Das ist keine miese Laune, dass ist sarkastische Frustration. Hoffnung ist was für Popper.

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