16.11.2019

von B° RB

Die große Kempinsky-Abschieds-Revue

Mit dieser bunten Revue voll Musik,Tanz, Kabarett und Komik des Kempinsky Kellerkabarett Theaters sehen die Zuschauer erstmals (und einmalig) die komplette Show aus dem gefeierten Jubiläumsstück "Die Blechtänzerin". Frei nach dem Motto: "Jubel, Trubel, Heiterkeit. Wir lassen uns nicht unterkriegen - es lebe die Freiheit der Kunst!"

Theater rote Bühne Nürnberg

Das Kempinsky-Ensemble

Die große Kempinsky Abschieds-Revue am Sonntag, 1.12.2019 um 16 Uhr

Swingende Jazz-Rhythmen, tanz-theatrale Melancholie und scharfsinnig-schwarzer Humor bilden das Grundgerüst für diese bunte, unglaublich mitreißende Revue.

Man befindet sich im Jahr 1934 in Nürnberg: eine zentrale und allen voran politisch relevante Stadt für die NSDAP und das Deutsche Reich. Genau in diese Stadt der Reichsparteitage oder besser gesagt in ein kleines Kellerkabarett – eine Protest-Oase der lasziven Anti-Entartung – lädt die Grand-Dame des Körpertheaters, Julia Kempinsky, ihr Publikum ein, die Freiheit der Kunst zu zelebrieren.

Nur in der großen Kempinsky Abschieds-Revue ist man zum ersten Mal Teil der kompletten Show des gefeierten Jubiläumsstücks „Die Blechtänzerin“, das laut Nürnberger Nachrichten „mit komplexen, auf den Punkt choreografi erten Schritten […] messerscharf zwischen Tragik und Vergnügen“ changiert. Getreu dem Motto und Songtext „It don’t mean a thing if it ain’t got that swing“ von Duke Ellington, einem der einflussreichsten amerikanischen Jazzmusiker, zeigt Madame Kempinsky gemeinsam mit ihren hochtalentierten jungen Sängerinnen und Tänzerinnen Maria Kempinsky und Rebecca Stern auf, was es heißt, die weibliche (Gesangs-)Stimme gegen Rassenideologie und Kunst-Zensur zu erheben.

Hinzu kommt sinnliche Burlesque-Erotik und wildes Stepp-Staccato, getragen von der swingenden, improvisierfreudigen Musik vorwiegend afroamerikanischer und jüdischer Komponisten. Für humoristische Höhepunkte sorgt dabei Bertold Birnbaum, Conférencier der Show, der mit seiner unterhaltsamen Anti-NS Poesie gewaltig über das Regime und dessen Kunstverständnis herzieht.

Oder macht er, sowie die drei Darstellerinnen, dem Revue-Publikum nicht vielleicht auch klar, wohin sich unsere künstlerische Freiheit in Zeiten von gegenwärtiger Radikalisierung und Nationalisierung entwickeln könnte?

Weitere Termine: Fr, 27.12.2019 und Sa, 28.12.19 jeweils um 20 Uhr

Eintritt: VVK 29,-/24,-* | AK 32,-/16,-*

*Ermäßigte Preise gelten für Schüler*innen, Student*innen, Azubis und Schwerbehinderte.

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