29.07.2019

von B° RB

SommerNachtFilmFestival

Mobiles Kino: SommerNachtFilmFestival mit neuen Stationen und spannenden Gästen

Mobiles Kino in Nürnberg

Ein Programm voller Filmperlen, das einen nach draußen lockt auf die Straßen und Plätze der Stadt, in Parks und Innenhöfe und an etwas versteckte Orte jenseits ausgetretener Pfade: Das ist das SommerNachtFilmFestival 2019. Vom 31. Juli bis zum 24. August springt jeden Abend bei Einbruch der Dunkelheit der Projektor an. Zwölf Spielorte in Nürnberg, Fürth, Erlangen, Schwabach und Zirndorf bieten in diesem Jahr reichlich Auswahl für Cineasten und Gelegenheitsgucker gleichermaßen. 

Die Eröffnung steigt im Stadtteilzentrum Desi am 31. Juli und bringt kubanisches Flair nach Franken. Der Sänger Rody Reyes hat Musik im Blut und sorgt zusammen mit der Band Havanna con Klasse für heiße Karibik-Rhythmen auf der halbrunden Freilichtbühne der Desi. Passend dazu entführt der Film „Yuli“ den Zuschauer in die Hauptstadt Kubas, wo ein außergewöhnliches Tanz-Talent unter harten Bedingungen aufwächst. 

Am Tag darauf startet der beliebte Spielort am Marienberg. Die Liegewiese wird zum Kinosaal, und einmal kann man sogar zum Übernachten bleiben: am 2. August können Kinder und Erwachsene nach dem Animationsfilm „Die Winzlinge“ ihre Zelte aufschlagen, die Nacht im Park verbringen und mit einem leckeren Frühstücksbüffet in den nächsten Tag starten.

Am 4. August wird Günter Wetzel zu Gast sein, dem mit einem selbstgebauten Heißluftballon eine spektakuläre Flucht aus der DDR gelungen ist. Er wird von seinen Erlebnissen erzählen und damit die Vorstellung von „Ballon“ einläuten – Michael „Bully“ Herbig hat Wetzels Geschichte zu einem spannenden Kinofilm umgesetzt. Und der Pflichttermin für alle Outdoorfans ist der 8. August: Da wird die European Outdoor Film Tour, kurz E.O.F.T. im Marienberg Station machen. 

„Ausgerechnet Wolkenkratzer!“ hat Harold Lloyd unsterblich gemacht. Das Bild des Komikers, an einem Uhrzeiger hängend, während unter ihm eine Straßenschlucht gähnt, ist eine Ikone der Filmkunst. Am 4. August wird der Stummfilmklassiker in der Katharinenruine live begleitet von Hildegard Pohl und Yogo Pausch. Mit „Sweet Country“ (3. August) und „Die Strände von Agnès“ (7. August) kommen an diesem Spielort mitten in der Altstadt Nürnbergs auch die Freunde von Filmen in Originalsprache auf ihre Kosten – natürlich mit deutschen Untertiteln. Und in der zweiten Festivalhälfte laufen in der Katharinenruine einige beliebte Klassiker wie „Casablanca“ (11. August) oder „The Big Lebowski“ (13. August). 

Am Spielort Desi werden zwei Filme noch vor ihrem Starttermin in den deutschen Kinos zu sehen sein: „Fisherman’s Friends“ (6. August) ist eine Komödie über einen britischen Männerchor, der zu ungeahntem Ruhm gelangt. Und in „Paranza – Der Clan der Kinder“ (8. August) werden die Strukturen der Mafia in Sizilien durch die Brille der Jüngsten aufgezeigt. Weiteres Highlight ist die Kurzfilmrolle am 11. August: Sophie und Janis haben handverlesene filmische Short Stories im Gepäck, die im Gedächtnis bleiben. 

„Black is Beltza“ wurde von unserem Team dieses Jahr auf dem Internationalen Trickfilmfestival Stuttgart entdeckt. Ihrem engagierten Einsatz ist es zu verdanken, dass der spanische Animationsfilm mit englischen Untertiteln am 13. August erstmalig in Nürnberg vor Publikum gezeigt werden kann. „Die Einzelteile der Liebe“ wurde im Berliner Hansaviertel gedreht und thematisiert Liebe und Trennung eines jungen Paares – das ist nicht immer nur lustig, aber auch nicht immer bierernst. Regisseurin Mirjam Bliese wird am 17. August mit ihrem Film im Krafft’schen Hof zu Gast sein. 

Kurzbesuche werden ebenfalls eingelegt, zum Beispiel für zwei Abende auf dem Gelände der Fränkischen Museumseisenbahn. Passend zum Ort gibt es dort die beiden deutschen Produktionen „Vom Lokführer, der die Liebe suchte…“ (3. August) und „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ (4. August) zu sehen. Genauso ideal ist die Kombination in der Boulderhalle Steinbock in Zirndorf. Hier wird der Außenbereich zum Kinosaal und entführt den Zuschauer drei Abende lang in bergige Gefilde, etwa mit der Oscar®prämierten Dokumentation „Free Solo“ am 8. August. Und von 12.-15. August wird es tierisch am beliebten Spielort im Tiergarten. Zum Auftakt kommt am 12. August Anselm Pahnke dort vorbeigeradelt, der in „Anderswo. Allein in Afrika“ von seiner abenteuerlichen Tour durch die Wüste berichten wird. 

An der Bleiche in Erlangen geht es nahezu während der gesamten Festivalzeit allabendlich zur Sache: wenn Dorfpolizist Franz Eberhofer als bekennender „Leberkäsjunkie“ (1. August) mit seinen Cholesterinwerten duelliert, „Monsieur Claude 2“ (11. August) seine Schwiegersöhne in die Mangel nimmt und Kultregisseur Quentin Tarantino in seinem neuesten Streifen „Once upon a time … in Hollywood“ den letzten Zügen des goldenen Filmzeitalters huldigt, dann ist für jeden Geschmack ein Treffer dabei. 

In Fürth eröffnet der „Rocketman“ Elton John am 15. August den Spielort auf der Freilichtbühne im Stadtpark. Mit „Colette“ (16. August) und der renitenten isländischen Umweltaktivistin Hella in „Gegen den Strom“ (18. August) werden hier streitbare Persönlichkeiten filmisch porträtiert und mit „The Favourite“ (22. August) noch ein Abstecher in die Abgründe des englischen Königshauses zu Zeiten von Königin Anne gewagt.

In Schwabach ist das Festival wieder am bewährten Spielort aus dem Vorjahr zu Gast: Das frisch restaurierte Alte Deutsche Gymnasium dient von 17. bis 20. August als stimmungsvolle Kulisse für die Synchronschwimmer in „Ein Becken voller Männer“ oder die Hape Kerkelings Jugendsünden in „Der Junge muss an die frische Luft“. 

Ab dem 16. August startet im Museum Tucherschloss die sehr beliebte Literaturfilmreihe. „Der Fall Collini“ (16. August) etwa aus der Feder von Erfolgsautor Ferdinand von Schirach wurde mit Elyas M’Barek in bewegtes Bild umgesetzt. Der belgisch-französische Streifen „Die Poesie der Liebe“ (21. August) hat den raketenhaften Aufstieg eines Schriftstellers zum Thema, und in „Juliet, Naked“ (23. August) wird erneut ein Bestseller von Nick Hornby in genialer Besetzung für die Leinwand adaptiert. 

Am 22. und 23. August steht die mobile Leinwand auf dem Gelände der Noris Inklusion, dem sogenannten Marktplatz Marienberg. Das diesjährige Special des Hauptsponsors DATEV legt sein Augenmerk auf das Thema Inklusion und Teilhabe – die DATEV eG ist einer der größten Arbeitgeber in der Region und bietet vielen Menschen mit Handicap einen attraktiven Arbeitsplatz. Nach der Vorstellung des Dokumentarfilms „Die Kinder der Utopie“ über eine Inklusionsklasse und deren Zukunftschancen wird das Thema in einer Diskussion mit Raul Krauthausen und Christine von Kirschbaum vertieft. 

Tickets gibt es online unter www.sommernachtfilmfestival.de, an den bekannten Vorverkaufsstellen und natürlich an der Abendkasse. Die genauen Anfangszeiten der Filme und Veranstaltungen entnehmen Sie bitte dem Programm. Während der Festivalzeit ist täglich zwischen 12:00 und 18:00 Uhr die Festivalhotline geschaltet unter 0911-3000 6124. 

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