03.12.2019

von B° RB

Was du nie siehst


Mit Tibor Baumann und Johann "Hansi" Mühlbauer am 18.12., 20 Uhr, in der Nürnberger Theaterkneipe LOFT

Gostner Hoftheater

Will man ein ganzes Leben erzählen, findet es manchmal in einer Woche statt. Und am Ende der Woche wird Hansi den Mann kennenlernen, der ein Buch über ihn schreiben wird. Aber das weiß er noch nicht.

Fakten
18.12., 20 Uhr, Theaterkneipe LOFT Nürnberg


Johann »Hansi« Mühlbauer führt ein ereignisreiches Leben zwischen Rockband und Reisen, zwischen Surferfreiheit, Wildnispädagogik und seiner Arbeit als Physiotherapeut – und ist seit seinem zweiten Lebensjahr blind.
 Die Woche beginnt für ihn mit einem herben Verlust. Nach einem durchzechten Wochenende auf dem von ihm veranstalteten Rock-Benefiz ist sein Handy verschwunden – mit der Nummer von Alexa. Auf der Suche nach dem Handy durchlebt Hansi seine Woche und wird mehr und mehr mit sich selbst und seinem bisherigen Leben konfrontiert. Wohin soll die Reise gehen? Und wer ist der seltsame Verfolger, der scheinbar etwas mit Hansis verschwundenem Handy zu tun hat? Irgendwo in diesem Strudel gilt es, etwas über sich herauszufinden, einen Platz für sich zu erobern. Und eine neue Perspektive zu erlangen.


Eine Woche, die sich trotzdem über Monate hinweg erstreckt – eine Liebesgeschichte ohne Kuss, eine Geschichte über ungewöhnliche Verluste, gewöhnliche Abenteuer und einen blinden Mann, der die Herausforderung seines Lebens annimmt.

Baumanns biografischer Roman folgt nicht den ausgetretenen Pfaden der Literatur über behinderte Menschen. Was du nie siehst erzählt von den Zusammenhängen, die zwischen Menschen entstehen – und dem Umgang der Einen mit den scheinbar Anderen. Mit seinem Roman sprengt Baumann gleichzeitig die Grenzen zwischen Fiktion und Biografie – und macht den Schreibprozess selbst zum Thema.
 

Der Autor und Filmemacher Tibor Baumann wuchs zwischen Süd-Ost-Asien und Nürnberg auf und geriet früh in die Fänge von Literatur, Film und Kulturbetrieb. Nach dem Studium der Theater- und Medienwissenschaft folgte das eruptive Verfolgen der Verbindung von Theorie und Praxis. Das sucht sich immer wieder neue Wege: Er schreibt Prosa, essayistischhumorvolle Kolumnen mit grimmigem Kern, ab und an private Lyrik und mit Regieperspektive Drehbücher. Baumann lebt und arbeitet in Berlin.

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