Der Stadtpark in Nürnberg

Der Stadtpark - ein ca. 19 Hektar großes Areal vor dem Laufer Tor - wird heute von Alt und Jung sowie zahlreichen Gästen der Stadt Nürnberg gerne besucht.
Ab 1770 wurde das Gebiet mit Linden und Kastanien großzügig bepflanzt. Am Schillerdenkmal steht ein alter Lindenbaum, der durchaus noch aus dieser „Gründerzeit“ stammen könnte.

Anlässlich eines Besuchs des bayerischen Königs Max II. im Jahr 1855 wurde im Park ein großes Volksfest abgehalten, worauf Max II. eine Patenschaft für den Park übernahm.
Im Jahr 1861 arrangierte man auf diesem Gelände ein großartiges Sängerfest. Hierzu wurde eine große, wertvoll dekorierte Festhalle errichtet, die reichlich Platz für 5000 Künstler und über 15000 Gäste bot. Steinerne Zeugen für dieses Fest sind zwei Marmorvasen, die damals im südöstlichen Teil aufgestellt worden sind.
Weitere positive Veränderungen erfuhr der Park durch die im Jahr 1882 durchgeführte „1. Bayerische Landes-, Industrie- und Gewerbeausstellung“. Um den Boden fruchtbarer zu machen wurde mit Schlick aus verschiedenen Weihern gedüngt. Sodann wurden viele Sträucher und Bäume angepflanzt. Selbst fremdländische Gewächse fanden hier einen angenehmen Standort.
Noch heute sind im südlichen Teil des Parks prachtvolle Atlaszedern zu bewundern.
Da diese Landesausstellung einen sehr großen Besucherandrang brachte, hat man auch die zweite Ausstellung im Jahr 1886 auf dem Gelände veranstaltet.
Die Anlage wurde auch in der Folgezeit weiterhin gepflegt und so blieb die von wunderschönen Bäumen, Sträuchern und Blumenbeeten umrahmte Festhalle ein sehr beliebter gesellschaftlicher und kultureller Treffpunkt.
Um die Fläche des Parks zu vergrößern wurde im Jahr 1905 ein angrenzendes Gelände integriert und auf nunmehr insgesamt 19 Hektar erweitert. Es wurde hierdurch die größte Parkanlage in Nürnberg geschaffen.

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