Die Nürnberger Philharmoniker

Hauptwirkungsstätte der Nürnberger Philharmoniker ist das Opernhaus des Staatstheater Nürnberg.
Hauptwirkungsstätte der Nürnberger Philharmoniker ist das Opernhaus des Staatstheater Nürnberg.

Hauptwirkungsstätte der Nürnberger Philharmoniker, die nicht mit den Nürnberg Symphonikern zu verwechseln sind, ist das Opernhaus des Staatstheater Nürnberg.

Die 86 Musikerinnen und Musiker verrichten hier, für einen Teil des Publikums unsichtbar, ihren Dienst im Orchestergraben bei Opern-, Operetten und Musicalaufführungen. Jede Spielzeit stehen etwa 20 verschieden Musiktheaterwerke auf dem Spielplan. Daneben geben die Philharmoniker jede Spielzeit etwa 8 Philharmonische Konzerte in der Meistersingerhalle und im Opernhaus. Hier haben schon viele namhafte Dirigenten und Solisten mit dem Orchester zusammengearbeitet, wie beispielsweise der Geiger Frank Peter Zimmermann und der Pianist Bruno Leonardo Gelber. Bei den Dirigenten sind aus der jüngeren Vergangenheit beispielhaft zu nennen: Ion Marin, Ulf Schirmer, Alexander Anissimov, Gerd Albrecht und Sir Edward Downes, die alle immer wieder gerne ans Pult der Nürnberger Philharmoniker zurückgekehrt sind.

Die Geschichte des Orchesters geht auf das Jahr 1801 zurück, als die Nürnberger Stadtmusiker zu den Aufführungen des „Nürnberger Nationaltheaters“ herangezogen wurden – ein Theater, dessen Gründung der Privatinitiative des Gastwirts Georg Leonhard Aurnheimer zu verdanken ist. 1801 umfasste der „reichsstädtische Musikchor“ 17 Musiker und einige fortgeschrittene Schüler. Einer der Höhepunkte der ersten Jahrzehnte war die Nürnberger Erstaufführung von Webers „Freischütz“ im Jahre 1822. 1833 zog das Orchester in das neuerbaute „Alte Stadttheater“ am Lorenzer Platz ein. Nachdem 1905 der Neubau des Opernhauses am Frauentorgraben eröffnet wurde, legte man 1922 das Stadttheaterorchester mit dem um 1880 gegründeten „Philharmonischen Orchester“ zum „Städtischen Orchester“ zusammen. In diese Zeit fällt auch der Beginn der Reihe der „Philharmonischen Konzerte“ , die seit den 60er Jahren in der Meistersingerhalle stattfinden. 1944 gab es eine kriegsbedingte Unterbrechung der Orchesterarbeit, doch schon 1947 begann eine neue Ära unter der Leitung des Intendanten Karl Pschigode und des GMD Alfons Dressel. 1951 gaben die Amerikaner das Opernhaus endgültig für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs frei. 1968 änderte sich der Status des Orchesters, das bis dahin ausschließlich dem Theater beigeordnet war, zum „Philharmonischen Orchester der Stadt Nürnberg“. Seit jeher hat sich der Klangkörper, der 1981 als A-Orchester eingestuft wurde, um die Aufführung neuer Kompositionen verdient gemacht. In die Direktionszeit von Hans Gierster (1965-1988) fallen unter anderem Aufführungen wie „Träume“ (Isang Yung), „Moses und Aaron“(Arnold Schönberg), „Die Soldaten“ (Bernd Alois Zimmermann) und „Intolleranza 70“ von Luigi Nono. 1988-1992 prägte Christian Thielemann als Generalmusikdirektor das Orchester vor allem mit Werken des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Ihm folgte Eberhard Kloke, der seine Schwerpunkte auf die 2. Wiener Schule und die zeitgenössische Musik setzte. Mit der Spielzeit 1998/99 übernahm Philippe Auguin als Generalmusikdirektor das Philharmonische Orchester der Stadt Nürnberg. Unter seiner Leitung spielte das Orchester erstmals nach über 50 Jahren zwei zyklische Aufführungen von Wagners Ring des Nibelungen im Frühsommer 2003 in der Oper Nürnberg.Ab der Spielzeit 2006/2007 wird Christof Prick Chefdirigent der Nürnberger Philharmoniker. Besonderer Höhepunkt im Schaffen der Philharmoniker ist das alljährlich Ende Juli stattfindende Klassik Open Air Konzert im Nürnberger Luitpold Hain, dass bei zehntausenden von Besuchern begeisterte Aufnahme findet. Es fand erstmals im Rahmen des Meistersingerfestivals zum Stadtjubiläum im Jahr 2000 statt. Daß die Idee des Open Airs realisiert werden konnte, ist nicht zuletzt dem aufgeschlossenen Engagement der Nürnberger Philharmoniker zu danken.

Weitere Informationen:
philharmonie-nuernberg.de

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