Kaiser-Wilhelm-I.-Denkmal in Nürnberg

Das Kaiser Wilhelm Denkmal am Egidienplatz in Nürnberg

Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal steht in der Sebalder Altstadt am Egidienplatz. Es ist das einzige Reiterstandbild Kaiser Wilhelms I. (1871 bis 88) in Bayern und wurde am 14. November 1905, also nicht lange nach dem Tod des Kaisers, im Rahmen der sogenannetn "Nürnberger Fürstentage" enthüllt. Der Entwurf für das Denkmal stammte von Syrius Eberle, der allerdings im Jahre 1903 verstarb. Fertig gestellt wurde es durch Wilhelm Ruemann, von dem auch das Prinzregent-Luitpold-Denkmal stammt. Die Bronzestatue wurde in der Kunstgießerei Lenz gegossen, die im Jahre 1829 von Jakob Daniel Burgschmiet (s. a. Burgschmietbrunnen) gegründet worden war und u. a. die Denkmäler produzierte, die im bürgerlichen Zeitalter in kulturell tragenden und politisch bestimmenden Kreisen überaus wichtig waren.
Unzählige Standbilder und Büsten berühmter Männer, vor allem seit den im Jahr 1780 beginnenden Befreiungskriegen bis hin zum Ersten Weltkrieg stammen aus dieser Kunstgießerei. Sie stehen an vielen öffentlichen Orten in Europa und Übersee und spiegeln die Geschichte dieser Zeit wider.
Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal wurde aus dem städtischen Kunstfond und öffentlichen Sammlungen zu je 50 % finanziert und auf Initiative des damaligen Bürgermeisters Kar Otto v. Stromer errichtet. Ursprünglich sollte es allerdings am Fuße des Burgberges stehen.
Kaiser Wilhelm I. wurde am 22. März 1797 in Berlin geboren und starb dort auch am 9. März 1888. Er war der zweite Sohn Friedrich Wilhelms III. und übernahm ab 1858 anstelle seines schwer erkrankten Bruders, Friedrich Wilhelm IV., die Regentschaft. Während seiner Amtszeit berief er Otto v. Bismarck zum Ministerpräsidenten (1862), von dem er sich politisch leiten ließ. Am 18. Januar 1871 wurde er in Versailles zum Kaiser ausgerufen.

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