Das Krakauer Haus in Nürnberg

Das Krakauer Haus in Nürnberg ist eine Einrichtung der Stadt Krakau und liegt in einer mitteralterlichen Basteianlage, die einst ein Teil der Stadtmauer war. Das Gebäude aus dem Jahr 1540 wurde während des Zweiten Weltkrieges zerstört.

Die bereits seit dem Mittelalter bestehenden Kontakte zwischen Nürnberg und Krakau wurden 1979 mit der Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages neu belebt und gelten seit damals als beispielhaft für die Beziehungen zwischen Polen und Deutschland.
Die beiden Stadtverwaltungen entschlossen sich in der Entwicklung dieser Partnerschaft zu einem sehr unkonventionellen Schritt, um ihre Zusammenarbeit voranzubringen: Es wurden zwei Partnerhäuser errichtet, die eine Art "kulturelle Botschaften" der beiden Städte bilden sollen.

Das Krakauer Haus in Nürnberg ist die einzige Einrichtung der Stadt Krakau außerhalb Polens. Nürnberger Architekten erstellten die Pläne zum Wiederaufbau der Basteianlage in Abstimmung mit der Stadt Krakau. Die Stadt Nürnberg leitete die Renovierung und Umgestaltung der Bastei und trug gemeinsam mit Sponsoren die Finanzierung. Die größte private Zuwendung stammt von Herrn Kurt Klutentreter.

Am 8. November 1995 übergab die Nürnberger Stadtverwaltung in Anwesenheit des damaligen polnischen Außenministers Herr Professor Wladyslaw Bartoszewski feierlich die Schlüssel zum Krakauer Haus und am 8. Juni 1996 fand dessen offizielle Eröffnungsfeier.

Im obersten Stockwerk des Turmes ist der repräsentativste Raum des Krakauer Hauses gelegen, der Klutentreter-Saal, aus dessen Fenstern sich ein beeindruckendes Panorama Nürnbergs darbietet. In diesem Saal finden die Kulturveranstaltungen des Krakauer Hauses statt, u.a. die  des Kulturzentrums der Stadt Krakau, des "Krakauer-Turm Vereines" und der "Deutsch-Polnischen Gesellschaft". Regelmäßig wird zu Lesungen, Vorträgen und Konzerten von jungen sowie renommierten polnischen und deutschen Künstlern eingeladen.

Das Dachgeschoss oberhalb des Saales beherbergt eine Galerie von Zeitgenössischer Kunst mit monatlich wechselnden Ausstellungen aus der polnischen Kunst als deren Schwerpunkt.

Im Erdgeschoss der Bastei befindet sich ein Informationszentrum der Stadt Krakau, das vom Reisebüro "Polenreisen", geführt wird. Hier werden touristische und kulturelle Angebote aus Krakau und Umgebung vorgestellt, Werbeveranstaltungen organisiert und die Präsentation Krakaus und Polens auf deutschen Touristikmessen geleitet.

In der ersten Etage bietet das Restaurant Kopernikus Gerichte der polnischen Küche an.Direkt beim Stadtgraben lädt im Sommer ein herrlicher Biergarten zum Verweilen ein und nachts lädt Sie die BAR EUROPA mit einer großen Auswahl an verschiedenen Cocktails ein.

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