Die Dooser Mühlen in Nürnberg

Die Dooser Mühlen lagen westlich von Nürnberg am südlichen Pegnitzufer, heute Niederweg 9-17. Sie waren seit 1464 urkundlich bekannt und verfügten über einen Hammer, eine Sägemühle und Schleifräder. Sie wurden im Ersten Markgrafenkrieg zerstört und danach wieder aufgebaut. Man geht davon aus, dass in den Dooser Mühlen zur Versorgung der Bevölkerung auch Getreide gemahlen wurde, belegt sind zudem ein Messing- und Lahngoldhammer und ein Drahtwerk (bis 1500). Ab 1623 sind eine Mahl-, Säge-, Schleif- und Papiermühle bekannt (Annalen des Johannes Müllner) und ein Kupferhammer. Im Dreißigjährigen Krieg (1418 bis 48) wurden die Mahlmühlen und die Hammerwerke abermals zerstört und bis auf die Papiermühle wieder aufgebaut. Ab 1751 wurde ein Spiegelglaswerk aufgebaut mit Silber- und Zinnfolienhämmern. Die Glasproduktion wurde von der jüdischen Firma Büchenbacher bis in die NS-Zeit betrieben. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Dooser Mühlen zum größten Teil zerstört, ein Teil der ehemaligen Eckartwerke Doos (Niederweg 11/13) wurde danach noch als Wohn- und Geschäftgebäude genutzt.

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