Die Rotschmiedsmühle in Nürnberg

Die Rotschmiedsdrechsel oder Rotschmiedsmühle/Rotschmiedsdrechselmühle wurde im 16.Jh. von der Stadt Nürnberg für die Rotschmieddrechsler errichtet und war mit Scheiben zum Polieren, Schleifen und Drechseln von Messingwaren ausgestattet. Sie lag gegenüber der Sandmühle am nördlichen Ufer der kleinen Insel Schütt. Der Werk- und Zeugmeister Johann Carl ließ die Mühle 1640 umfangreich renovieren, so dass drei weitere Drehbänke hinzu kamen. Im Jahre 1849 brannte die Mühle bei einem Großbrand vollständig ab und wurde in massiver Bauweise wieder errichtet. Von da an beherbergte sie neben den Rotschmieden auch noch andere Werkstätten, wie dei Zainhammer, optische Schleifwerke, Polierwerke, sowie Bleiweiß- und Hanfmühlen. Ab dem frühen 20.Jh. waren hier Reißzeugpolierer, Holz- und Metallschneider, Metalldrücker und -dreher, Drechsler, Säge- und Hobelschreiner, sowie Federhalter- und Patentstiftproduzenten beschäftigt. Die Rotschmiedrechsel wurde wie alle anderen Mühlen im Zweiten Weltkrieg weitesgehend zerstört und bei der Pegnitzregulierung im Jahre 1956 beseitigt.

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