Der Komplett-Umbau des Nürnberger Hauptbahnhofes von 1999 bis 2002

Der Hauptbahnhof in Nürnberg
  • Investvolumen von ca. 76 Mio. €
  • Entkernung des Empfangsgebäudes
  • Historische und denkmalgeschützte Fassade blieb vollständig erhalten, wurde gereinigt und ausgebessert
  • 2 grundsätzliche Veränderungen: Transparente Gestaltung der Dächer über den Längshallen schafft eine angenehme, helle, freundliche Atmosphäre; 3 Vermarktungsebenen
  • Mittels Umbau und Ausbau brachliegender Flächen hochwertige vermietbare Flächen von ca. 18.000 m2 geschaffen (Mehrung von 6000 m²)
  • Basement als Bindeglied zwischen der städtischen Königstorpassage und dem Erdgeschoss des Bahnhofes
  • Oberhalb des Erdgeschosses im sogenannten "Zwischengeschoss" entstand durch die Öffnung der historischen Arkaden eine Galerie, die komplett als Einzelhandelsfläche genutzt wird
  • 8000 m² moderne Büroflächen
  • Neue Flächen werden 3-S-Kameraüberwacht
  • DB Lounge für Fernverkehrsreisende
  • Öffnungszeiten: 24 Stunden / 7 Tage
  • Service Point
  • Neues Brandschutz- (Zyklonenentrauchung) und Fluchtwegekonzept
  • Barrierefreie Erschließung der Verkehrsstation (Aufzüge, Blindenleitstreifen, etc.)
  • Erneuerung der Bahnsteigausstattungen und der Fahrgast-Informationsanlagen

Die Verkehrsstation im Nürnberger Hauptbahnhof:

  • Im Rahmen der Umbaumaßnahmen wurde ein neues Informations- und Wegeleitsystem integriert
  • 4 Großflächenanzeigentafeln im Empfangsgebäude wurden eingebaut (14-zeilig und 10-zeilig)
  • 50 Zugzielanzeiger auf den Bahnsteigen wurden installiert
  • In den 3 Tunneln wurden 33 Tunnelanzeiger angebracht
  • Der Bahnhof wurde mit insgesamt ca. 700 neue Schilder ausgestattet
  • 14 Fahrtreppen zur kundenfreundlichen Erschließung aller Verkehrsebenen wurden eingebaut
  • Maßnahmen, welche außerhalb der Umbaumaßnahme flankierend und komplementierend ergriffen wurden: Behindertengerechter Ausbau (Aufzüge und Blindenleitstreifen an allen 11 Bahnsteigen; Aufzüge an allen Ebenen im Empfangsgebäude und zu den U-Bahnen; Aufweitung des Mitteltunnels vom Empfangsgebäude bis zum Bahnsteig 2 (Gleis 2/3) auf eine Breite von 15 m. Eine weitere Aufweitung bis Bahnsteig 6/7 ist vorgesehen; Teilweise Erneuerung der Bahnsteigausstattung (Wetterschutz, Windschutz, Vitrinen); In Planung befindet sich ein Osttunneldurchstich als Verbindung zur Südstadt)

Die Umbaukosten:

  • Die Umbaukosten des Empfangsgebäude betrugen gesamt 76,63 Mio. Euro. Davon verursachte die Verkehrsstation 6,48 Mio. Euro; die Vermarktung 66,62 Mio. Euro.
    Für flankierende Maßnahmen vielen folgende Kosten an:
  • Behindertengerechter Ausbau (Aufzüge) - 4,5 Mio. €
  • Neubau des Bahnsteig 1 - 2,0 Mio. €
  • Aufweitung des Mitteltunnels - 2,0 Mio. €




Falls Sie mehr über den Nürnberger Hauptbahnhof wissen möchten, empfehlen wir Ihnen das Buch Hauptbahnhof Nürnberg - Geschichte und Visonen Herausgegeben von Karl Heinz Ferstl und Heinrich W. Kaiser. Sie erhalten es in den Buch- und Zeitschriften-Geschäften im Nürnberger Hauptbahnhof.

Wir bedanken uns bei Hern Karl Heinz Ferstl (Leiter des Bahnhofsmanagement) und Herrn Träger (DB-Museum Nürnberg) für die freundliche Unterstützung. 

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