Das Pilatushaus

Das Pilatushaus in Nürnberg

Das Pilatushaus wurde im Jahre 1489 als dreistöckiges spätgotisches Wohnhaus von dem Plattner/Harnischmacher Hans Grünwald erbaut. Mit seinem achteckigen Spitzerker mit polygonalem Dach gilt es als typisches Beispiel für den Wohnsitz wohlhabender Handwerker.
Als Zeichen der Harnischmacher gilt eine Eckfigur am Haus. Dabei handelt es sich um eine Abbildung des Heiligen St. Georg (Drachentöter) in Harnisch. Diese Eckfigur soll ein Replikat einer aus dem 15. Jahrhundert stammenden Plattnerarbeit sein.
Seinen Namen verdankt das Pilatushaus einem Irrtum. Man ging davon aus, dass das Gebäude der Ausgangspunkt der Kreuzwegstation Adam Krafts zum Johannisfriedhof sei.
Der Gründer des Germanischen Nationalmuseums, Hans von Aufseß bewohnte das Gebäude von 1852 bis 1857, was man noch heute an dem über dem Eingang angebrachten Familienwappen aus dem Jahre 1853 erkennen kann.
Das Pilatushaus am Tiergärtnertorplatz, wird heute als Austragungsort von Wechselausstellungen moderner Kunst genutzt und ist umringt von typischen Alt-Nürnberger Bürgerhäusern. Nicht zuletzt deshalb gilt es heute als eine der Nürnberger Sehenswürdigkeiten.

Der Standpunkt des Pilatushauses in Nürnberg
Teilen: