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Wissenswertes Die Nürnberger Stadtteile

Nürnbergs historischer Kern und zweifelsohne auch sein wichtigster touristischer Anziehungspunkt für Gäste aus aller Welt ist die Burg und das zu ihren Füßen angrenzende Burgviertel mit seinen kleinen Gassen, seinen Fachwerkhäusern und der Vielzahl an Geschäften und kulinarischen Begegnungsstätten ..

Wenn man einen Nürnberger fragt in welchem Teil der Stadt wohl das urtümlichste "Nämbercherisch" gesprochen wird, dann ist die Antwort nicht selten: In Gostenhof! Wobei sich dies natürlich auf die in Nürnberg geborenen Einwohner bezieht, denn jener Stadtteil, der vom Zentrum aus betrachtet hinter dem großen Verkehrsknotenpunkt Plärrer liegt und sich in westliche Richtung erstreckt ist mittlerweile ein Schmelztiegel der Nationen ..

Gegenüber vom Nürnberger Hauptbahnhof ist das "Frauentor", ein Teil der ehemaligen Befestigungsanlage. Heute besteht es aus dem dicken Turm (im 14. Jahrhundert als viereckiger Wehrturm errichtet und 1558 rund ummantelt) und dem links stehenden, mit dem Reichswappen verziertem Stadttor. Hier führt der Weg über eine Grabenbrücke in den "Waffenhof", einen ehemaligen militärischen Appell- und Kontrollplatz ..

Ob zur Blütezeit Nürnbergs oder heutzutage, stets ist der Nürnberger Hauptmarkt als Zentrum der Stadt, eng verwoben mit ihrer politischen bzw. wirtschaftlichen Bedeutung innerhalb Deutschlands und Europas. Der Hauptmarkt als Nabel der Stadt war einst einer der traditionsreichsten, größten und auch bedeutendsten Handelsplätze Europas. Er war somit auch die Grundlage für Nürnbergs politischen Einfluss und seine weit über die Grenzen hinaus berühmten kulturellen Vielfalt ..

Im Osten Nürnbergs liegt der Stadtteil Mögeldorf. Erstmals anno 1025 urkundlich, auf Grund einer Beherbergung des Kaisers Konrad II erwähnt, ist Mögeldorf sogar noch etwas älter als Nürnberg selbst. Der Name des Ortes ist auf den damals geläufigen Vornamen "Megilo" zurückzuführen. Ein Mensch mit diesem Namen war höchstwahrscheinlich der Gründer des Dorfes – deswegen "Megilosdorf" oder "Megelendorf", da es üblich war ein "Dorf" oder ein "Hof" an den Namen des Gründers anzuhängen, um somit eine Bezeichnung für den jeweiligen Ort zu haben ..

Einer der ältesten Stadtteile Nürnbergs ist St. Johannis, dass erstmals 1234 urkundlich erwähnt wird. Damals im Zusammenhang mit einer Station für Leprakranke, die dort, zu diesem Zeitpunkt noch außerhalb des eigentlichen Stadtgebietes, untergebracht wurden ..

Der Süden Nürnbergs beginnt hinter dem Hauptbahnhof und erstreckt sich weitläufig über die Stadtteile Tafelhof, Galgenhof, Lichtenhof und Steinbühl. Da hier die Schäden durch Bombenangriffe während des Krieges am größten waren, ist die alte Bausubstanz kaum noch vorhanden.
Es reihen sich nun größtenteils Wohngebäude in schlichter Nachkriegsarchitektur aneinander, die den Liebhabern alter Baukunst weniger Interesse entlocken dürften ..

Wer die Karlsstrasse, von der Augustinerstrasse ausgehend, in Richtung Hintere Ledergasse entlang läuft, trifft auf den Nürnberger Trödelmarkt, ein ca. 1000 Quadratmeter großer Platz, der sich auf einer Insel in der Pegnitz, dem Nürnberger Stadtfluss, befindet und sich zur rechten und zu einem kleineren Teil auch zur linken Hand der Karlsstrasse erstreckt ..

Eines der vier Haupttore der äußeren Befestigungsanlage Nürnbergs ist das Laufer Tor. Hier betritt man die Äußere Laufer Gasse, und läuft vorbei an einem der "Dicken Türme" die noch erhalten sind und dem Spaziergänger einen Eindruck vermitteln, wie imposant und gewaltig der Mauerring rund um das historische Nürnberg gewesen ist ..

Im Südwestlichen Teil der Nürnberger Altstadt steht der Weisse Turm als Rest der vorletzten Stadtmauer, die um Nürnberg herum im Jahre 1250 gebaut wurde. Der Turm selbst, sowie sein Vorhof sind fast noch im Original erhalten und zeigen, dass vormals hier ein Tor in den Stadtbereich führte ..

Der Name Wespennest braucht nun niemand zu verunsichern; denn es ist keineswegs so, dass dort Schwärme von Wespen auf die ahnungslosen Spaziergänger lauern. Der Name Wespennest wurde dieser Gasse gegeben, weil die Häuser dort so eng und verschachtelt zusammengebaut waren, dass sie in ihrer Konstellation an die kunstvollen Bauten dieser Insekten erinnerten ..

Nürnbergs Zentrum besitzt eine der ältesten (seit 1966) und auch eine der am weitläufigsten angelegten Fußgängerzonen Deutschlands. Hier gibt es nicht nur eine große Einkaufsstrasse, sondern das gesamte Areal der Fußgängerzone ist in Nürnberg über einige Hauptstrassen und viele Nebenstrassen, so wie Gassen verteilt. Nirgendwo sonst verbinden sich Kultur, Kulinarisches und Shopping so eng nebeneinander, wie in der fränkischen Metropole ..

Im Osten Nürnbergs liegt der Stadtteil Zerzabelshof.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Zerzabelshof im Jahre 1309 in einem Forstverzeichnis der Förster des Nürnberger Reichswald.
Diese hatten hier ein Forsthaus als Stützpunkt im Kampf gegen Wilderer errichtet ..